North Trails entwickeln sich zu größtem Trailrunning-Gebiet Europas
BÖHMERWALD/BAYERWALD. Auf einen 910 Kilometer großen Aktivraum für Trailrunning soll das bestehende North Trails-Netz im Böhmerwald anwachsen. Vier Projektpartner wollen damit bis 2028 das größte zusammenhängende Trailrunning-Gebiet Europas schaffen.

Die 2024 vom Stift Schlägl als Leader-Projekt realisierten North Trails verbinden Bewegung, Natur und regionale Entwicklung. Läufer, Wanderer und Nordic Walker gleichermaßen nutzen die gut beschilderten Strecken im Böhmerwald. Ausgehend von diesem bestehenden, 220 Kilometer umfassenden Netz sollen 690 Kilometer zusätzliche Strecken einheitlich geplant und beschildert werden. Damit entsteht ein zusammenhängender Aktivraum von 910 Kilometern. „Mit dem North Trails-Böhmerwald-Netz haben wir gezeigt, welches Potenzial in der Region steckt. Dass daraus nun gemeinsam mit starken Partnern ein grenzüberschreitendes Leuchtturmprojekt entsteht, ist ein wichtiger nächster Schritt“, freut sich Wolfgang Dobretzberger, Wirtschaftsdirektor des Stiftes Schlägl über die Strahlkraft des Angebotes über die Region hinaus.
Das Prämonstratenser Chorherrenstift ist neben dem Tourismusverband Mühlviertel, dem Landkreis Passau und dem Landkreis Freyung-Grafenau Partner des Interreg-Projekts, mit dem sich die Grenzregion als neue Premium-Destination für naturnahes Laufen, Bewegung und nachhaltigen Aktivtourismus positionieren will.
Umfassendes Konzept
Bis Ende 2028 erfolgt unter der Gesamtkoordination des Tourismusverbandes Mühlviertel die Weiterentwicklung der Marke North Trails: Dabei geht es zum einen um die Ausweitung des Streckennetzes, das sich künftig von Haidmühle über den Rannasee bis Schwarzenberg, Aigen-Schlägl und weiter bis zum Sternstein erstrecken soll. Daneben sind eine klare Markenpositionierung, ein durchgängiges Leitsystem, neue Infrastrukturbausteine wie Start- und Zielbereiche (wie sie aktuell schon beim Stift Schlägl und beim Gasthaus Überleben am Hochficht vorhanden sind), Trinkbrunnen, Umkleide- und Sanitärstationen, Fotopoints und Erholungsstationen sowie Marketingaktivitäten geplant. Insgesamt werden 1,53 Millionen Euro in das Interreg-Projekt gesteckt, 75 Prozent kommen aus EFRE-Mitteln.
Das Vorhaben sucht seinesgleichen, ist Markus Obermüller, Geschäftsführer des Tourismusverbands Mühlviertel, überzeugt. „Wir entwickeln hier nicht nur neue Trailrunning-Strecken, sondern einen grenzüberschreitenden Aktivraum mit klarer Marke, hochwertiger Infrastruktur und internationalem Vermarktungspotenzial.“ Er denkt auch gleich weiter: Früher oder später könne man zusätzlich Gebiete in Tschechien, etwa um den Moldaustausee, einpflegen.
Ausgebuchter North Trail-Run
Dass Trailrunning generell und die North Trails im Besonderen Potenzial haben, merkt man am Interesse am ersten North Trail-Run: Die Veranstaltung am 23. Mai ist bereits restlos ausgebucht, 700 Läufer sind fix am Start.


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