Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

AIGEN-SCHLÄGL. Das heurige herausfordernde Dürrejahr hat den Landwirten deutlich gezeigt, dass der Boden mehr Aufmerksamkeit braucht.

Der Boden braucht mehr Aufmerksamkeit. (Foto: Marina Lohrbach - stock.adobe.com)
Der Boden braucht mehr Aufmerksamkeit. (Foto: Marina Lohrbach - stock.adobe.com)

„Gerade in solchen Jahren ist ein genauer Blick auf den Boden wichtig“, weiß Katrin Eckerstorfer, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Biokompetenzzentrum Schlägl und selbst Landwirtin aus St. Johann. Nur mit dem Traktor über die Fläche zu fahren, sei zu wenig. Sie empfiehlt Landwirten deshalb den Griff zum Spaten: „Einfach ein kleines Stück Boden herausstechen und sich die Struktur anschauen. Unterschiedlich große Bodenkrümel, die von Wurzeln durchwachsen sind, sind Hinweise auf einen gut aufgebauten Boden.“ Die Belüftung lasse sich einfach überprüfen, indem man versucht, bei diesem kleinen Bodenziegel durchzublasen. Eine schlechte Belüftung ist für Pflanzen problematisch: „Wo keine Luft hinkommt, können Wurzeln nur schwer weiterwachsen und somit können sie auch kein Wasser und keine Nährstoffe aus der Tiefe holen.“ Eine gute Versorgung mit Kalzium und Nährstoffen sowie Humusaufbau können helfen, die Bodenstruktur zu verbessern. Ein 
allgemeingültiges Rezept gebe es jedoch nicht: „Jeder Boden ist 
anders.“

Boden nie unbedeckt lassen

Im Grünland ist eine dichte Grasnarbe entscheidend. „Bei lückigen Beständen wärmt sich der Boden viel schneller auf – Mikroorganismen werden weniger aktiv und auch Regenwürmer ziehen sich in tiefere Bodenschichten zurück.“ Katrin Eckerstorfer rät zu Nachsaaten mit tiefwurzelnden Arten wie Rotklee, Hornklee, Knaulgras oder Spitzwegerich. Die Bestockung der Gräser kann mit einer Walze angeregt werden. Zusätzlich spielt die Schnitthöhe eine entscheidende Rolle: „Acht bis zehn Zentimeter verbessern die Regenerationsfähigkeit des Grünlandbestandes. Hohes Tempo beim Mähen oder unscharfe Messer führen zudem oft dazu, dass die Bestände nicht sauber geschnitten, sondern abgerissen werden. Die Gräser brauchen den zwei- bis dreifachen Energieaufwand, um diese Schnittverletzungen zu schließen.“

Auch der Acker sollte möglichst nicht brach liegen: Zwischenfrüchte und Untersaaten mit Kleegräsern schaffen eine gute Bodenstruktur und dienen zugleich als Futtermittel; eine seichte Bodenbearbeitung fördert das Wasserhaltevermögen im Boden.„Wir als Landwirte haben eine große Verantwortung für den Boden“, betont Eckerstorfer. Gute Ausbildung, Weiterbildung und ein breiter Blick auf die Zusammenhänge seien entscheidend, um die Landwirtschaft für kommende Trockenjahre fit zu machen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Für eine gute Zukunft: Leader Donau-Böhmerwald lässt die Menschen zu Wort kommen

Für eine gute Zukunft: Leader Donau-Böhmerwald lässt die Menschen zu Wort kommen

ROHRBACH-BERG/KLEINZELL. Innovation, Regionalität und Gemeinschaft stehen bei der Ortsbildmesse am 13. September in Kleinzell im Mittelpunkt. ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Dürre im Grünland: Jetzt die 
Wiesen fit für die Zukunft machen

Dürre im Grünland: Jetzt die 
Wiesen fit für die Zukunft machen

BEZIRK ROHRBACH. Der heurige Sommer bringt so manchen landwirtschaftlichen Betrieb in arge Bedrängnis. Hitze und fehlende Niederschläge ließen ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Brix Zaun+Tor wird Teil der Priglinger Holding

Brix Zaun+Tor wird Teil der Priglinger Holding

NEUFELDEN. Die Priglinger Holding aus Neufelden hat die Brix Zaun+Tor GmbH übernommen. Damit ergibt sich eine ideale Ergänzung zur Marke Biohort. ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner

Haubenkoch Philip Rachinger und Neufeldner Biobrauerei bringen den Mühlviertler Biohopfen in die Flasche

NEUFELDEN. Haubenkoch Philip Rachinger macht mit der Neufeldner Biobrauerei gemeinsame Sache. Das Ergebnis ist das Ois Biobier, in dem die ganze ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Acht Flächen im Bezirk Rohrbach entsiegelt

Acht Flächen im Bezirk Rohrbach entsiegelt

BEZIRK ROHRBACH. Mehr Platz für natürliche Böden statt Asphalt und Beton will das Umwelt- und Klimaressort des Landes schaffen. Zu diesem ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Café Treffpunkt freut sich über Julius-Award

Café Treffpunkt freut sich über Julius-Award

ROHRBACH-BERG. Seit vielen Jahren ein fixer Bestandteil der Rohrbacher Gastroszene, wurde das Café Treffpunkt jetzt mit dem Julius-Award des ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Weitere Beiträge