Roithamer Startup verkauft sozial hergestellte „Mode mit Herz“
ROITHAM/BAD ISCHL. „Es reicht uns nicht, für jeden Kopf die passende Mütze zu machen – es muss auch das Umfeld passen, in dem sie entsteht!“ Das ist die Überzeugung von Susanne Frühmann.

Die gebürtige Roithamerin unterrichtet in Teilzeit an einer BHS in Bad Ischl, ist Mutter eines vierjährigen Sohnes – und hat im heurigen Winter ihre erste Winterkollektion auf Fairtrade-Basis herausgebracht.
Am Anfang standen „Beanies“
Begonnen hat alles mit Hauben, sogenannten „Beanies“. Gemeinsam mit ihrer Familie bis hin zur 82-jährigen Oma fertigt Frühmann seit fünf Jahren jeden Winter Häkelmützen „wie am Fließband“, die sie unter dem Label beanie.at vertreibt. Als Ausgangsstoff dient feine, hypoallergene Baby-Alpakawolle aus den peruanischen Anden.
Für heuer hatte sich die Jungunternehmerin vorgenommen, eine eigene Winterkollektion herauszubringen. Angebote von Firmen aus Osteuropa und Asien schlug sie jedoch aus: „Maschinell gestrickte Mützen, minderwertige Materialien oder unmenschliche Arbeitsbedingungen führen natürlich zu niedrigen Preisen. Ich dachte mir: Es muss auch anders gehen!“
Nach einem Besuch in den Anden beim Sozialprojekt SOLID wurde Frühmann klar, dass sie die Produzenten für ihre Produkte gefunden hat: Junge Mütter in Aycucho, der zweitärmsten Region Perus, fertigen ihre Mützen, Stirnbänder, Ponchos und Maxi-Schals. „Sie erhalten einen fairen Lohn, eine Anstellung und eine Kinderbetreuung am Arbeitsplatz“, freut sich Susanne Frühmann.
Infos: www.beanie.at


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