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ROITHAM. „Wenn man etwas macht, sollte man es gut machen“, ist das Motto von Madeleine Eiersebner. Neue Herausforderungen scheut die 30-Jährige nicht.

Das Mozzarella-Machen hat sich Madeleine Eiersebner selbst beigebracht. Foto: gewefoto Gerhard Wenzel

Nachdem Madeleine Eiersebner und ihr Mann Thomas vor einigen Jahren den Hof seiner Eltern übernommen hatten, wurden zunächst die Ställe um- und ausgebaut. Der Zeitpunkt erwies sich als schlecht, wie sich Eiersebner erinnert: „Wir haben von 22 auf 32 Kühe aufgestockt – und dann kam die Milchkrise und die Molkerei hat uns trotzdem nur so viel Milch abgenommen wie im Jahr zuvor.“

Bäuerin, Mozarella-Produzentin, Mutter,...

Um die restliche Milch zu verarbeiten, begann die junge Muttter – ihre Kinder waren damals ein halbes und eineinhalb Jahre alt – mit der Mozzarella-Herstellung zu experimentieren. Nach vier Monaten hatte sie den Dreh raus: „Es funktioniert nur mit einer sehr heißen Masse, so etwa 80 Grad – und ist natürlich reine Handarbeit.“

... Krankenschwester, Foodcoop-Gründerin...

Nach und nach baute sie die Produktpalette aus und schuf so ein zweites Standbein. „Nebenbei“ ist die landwirtschaftliche Quereinsteigerin auch noch in Teilzeit als Krankenschwester tätig. „Das Käsen ist vor allem eine Abendarbeit – tagsüber will ich ja auch für meine Kinder da sein. Ohne die Hilfe von meinem Mann, meiner Mutter und den Schwiegereltern würde das sicher nicht gehen“, erklärt Eiersebner, die ihre Produkte am Roithamer Bauernmarkt verkauft und auch eine der Initiatorinnen der jungen Roithamer Food-Coop „Dorfladen“ ist. „Die Idee hatten wir im Herbst, und dann haben wir das auch gleich umgesetzt. Das war eine intensive Zeit“, erinnert sich Eiersebner.

...und Goldhauben-Obfrau

Kaum vorstellbar, dass die vielfach Engagierte auch noch Zeit für ein Ehrenamt findet: Seit rund einem Jahr ist die 30-Jährige die jüngste Goldhaubenobfrau des Bezirks. „Mir war wichtig, dass die Gruppe weiter bestehen bleibt. Wir haben allerdings die Arbeit mehr aufgeteilt als früher. Das funktioniert sehr gut“, lobt die junge Roit­hamerin ihr „fleißiges Team“.


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