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Betreute Wohnplätze: Zweiter Kurzzeitplatz wird Entlastung für Eltern bringen

Martina Gahleitner, 17.11.2015 09:00

BEZIRK ROHRBACH. Jetzt ist es fix: Anfang des nächsten Jahres entstehen im Bezirk Rohrbach neue Wohnplätze für betreute Menschen mit Beeinträchtigung – und damit vor allem auch ein dringend benötigter, zweiter Platz fürs Kurzzeitwohnen, wie Arcus-Geschäftsführer Franz Stadlbauer auf Tips-Anfrage bestätigte.  

Das Arcus Sozialnetzwerk bietet nicht nur einen Platz zum Wohnen, hier wird auch Gemeinschaft gelebt. Betreute Wohnplätze sind aber knapp im Bezirk Rohrbach. Foto: Arcus Sozialnetzwerk

Der einzige Kurzzeitwohnplatz im Haus Falkenstein in Hofkirchen ist eigentlich ständig ausgebucht. „Schon jetzt ist er für mehr als die Hälfte des nächsten Jahres vergeben. Wer einen Platz braucht, muss schon Monate im Voraus planen“, sagt Franz Stadlbauer. Er freut sich deshalb, dass jetzt eine weitere Möglichkeit fürs Kurzzeitwohnen kommt. „Das wird eine große Entlastung für die Eltern, jetzt müssten alle durchatmen können“, ist er überzeugt.

Der Wohnplatz entsteht ab 1. März im St. Severin-Wohnheim in Sarleinsbach. Schon ab Anfang Februar wird dort ein voll betreuter Platz geschaffen – beide befristet bis Ende 2018. Denn dann soll das Wohnprojekt in Aigen-Schlägl bezugsfertig sein. Weil außerdem zwei Arcus-Kunden in eine gemeinsame Paarwohnung ziehen, werden zwei weitere betreute Wohnplätze in der Wohngemeinschaft Neustift frei.

Wohnprojekte in Planung

Wie geplant sollen in Aigen-Schlägl und St. Peter in den nächsten drei Jahren Wohneinrichtungen mit insgesamt 28 Plätzen entstehen. Pläne gibt es außerdem für ein Projekt in St. Martin. „Die entsprechenden Budget-Zusagen vom Land sind da. Wir hoffen, dass diese auch halten, so wie sie vereinbart wurden“, sagt dazu der Arcus-Chef.

Mehr Mobile Dienste

Ausgebaut werden aber nicht nur die Wohnplätze, sondern auch die mobilen Dienste, für die im Bezirk Rohrbach sehr hoher Bedarf besteht. Um 550 Stunden mehr pro Jahr wird es ab 2016 geben. „Diese Stunden sind zwar schon vergeben, weil viele Betroffene auf der Warteliste stehen, aber mit dem Ausbau um fünf Prozent kann man doch zufrieden sein.“


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