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SARLEINSBACH. Der Erfolg verleiht Flügel respektive setzt er den Elektromotor in Schwung: Weil das E-Car Sharing in Sarleinsbach seit gut einem Jahr sehr gut läuft, will die Region Donau-Böhmerwald dieses Modell jetzt flächendeckend anbieten. Dazu hat man sich Verstärkung aus dem restlichen Mühlviertel geholt und das Projekt „MühlFerdl“ gestartet.
 

Das Sarleinsbacher Elektro-Auto wird gut angenommen. Gerhard Leitner, stellvertretender Obmann der Energiegenossenschaft Donau-Böhmerwald, Sarleinsbachs Vizebürgermeister Franz Radinger und Energiemanager Markus Altenhofer (v.l.) wollen deshalb noch mehr Elektroautos in Fahrt bringen. Foto: Gahleitner

Das Prinzip ist einfach erklärt: Eine Gemeinde organisiert einen oder zwei Parkplätze für ein Elektroauto sowie die Ladestation - die Klima- und Energiemodellregionen  stellen das E-Car dazu und schon kann's losgehen. „Wir planen, errichten und betreiben dieses neue Mobilitätsangebot und suchen auch die Nutzer dafür“, informiert Energiemanager Markus Altenhofer von der Region Donau-Böhmerwald.

Etwa 20 Nutzer sind notwendig, damit der MühlFerdl starten kann. Das Elektroauto zum Teilen kann dann von diesem definierten Nutzerkreis problemlos gebucht und Tag und Nacht genützt werden. „Um 360 Euro stellen wir nicht nur den Renault Zoe mit einer Reichweite von 150 Kilometern und 52 Gratisstunden zur Verfügung, sondern das gesamte All-Inclusive-Paket“, erklärt Altenhofer. „Wartung, Reparatur, Versicherung, Vignette, sogar das Aufladen auf der E-Tankstelle vor Ort ist im Preis inbegriffen. Der Fahrer braucht sich um nichts zu kümmern.“

Eine Schlüsselkarte für mehrere Standorte 

Ein MühlFerdl-Fahrer kann nicht nur das E-Auto in seiner Gemeinde nutzen: „Dank des flächendeckenden Ansatzes kann ein Nutzer mit seiner Schlüsselkarte auch die E-Cars an den anderen Standorten in den Bezirken Urfahr-Umgebung und Freistadt zu denselben Konditionen buchen.“ Derzeit sind fünf E-Car Sharing-Projekte im Laufen - eines davon ist jenes in Sarleinsbach, vier weitere gibt es im Bezirk UU. Hofkirchen steckt ebenso wie St. Martin und Aigen-Schlägl in den Startlöchern. Markus Altenhofer rechnet mit 20 weiteren, die heuer realisiert werden könnten.

Energieeffizient fahren

Der MühlFerdl ist weniger auf Gewinn für die Energiemodellregionen ausgerichtet, sondern will in erster Linie die Energiewende vorantreiben. „Drum setzen wir auf Elektromobilität, denn ein Elektromotor hat einen Wirkungsgrad von zirka 90 Prozent. Beim Benzin- oder Dieselfahrzeug liegt er bei 20 Prozent. Wenn wir von Energieeffizienz reden, ist der E-Motor eigentlich die eierlegende Wollmilchsau“, ist Altenhofer überzeugt. Weitere Anreize für den Umstieg auf das Elektro-Auto sind die möglichen Förderungen, weniger Lärmemissionen, mehr Fahrdynamik. Auch das Argument der geringen Reichweite lässt er nicht gelten: „90 Prozent aller Autofahrten sind Kurzstrecken und nur für den Sommerurlaub ein Langstreckenfahrzeug zu horten, ist mehr als unwirtschaftlich.“ Außerdem wachse das E-Tankstellennetz täglich, ergänzt Altenhofer.

Auch Strom ist genug da: Allein mit dem im Bezirk Rohrbach hergestellten Strom könnten knapp 31.500 Elektroautos jedes Jahr 10.000 Kilometer fahren. Da ist noch Potenzial gegeben, denn derzeit sind rund 40 Autofahrer im Bezirk Rohrbach elektrisch unterwegs, in Österreich sind es 5000. 

Termin:

Am Donnerstag, 19. Mai findet um 20 Uhr ein Informationsabend zum E-Car Sharing im Pfarrsaal Hofkirchen statt. Schon ab 19 Uhr können Elektro-Autos getestet werden.

Interessierte Gemeinden und Nutzer können sich bei Markus Altenhofer melden: Tel. 07283/8107-06, altenhofer@donau-boehmerwald.info


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