Bittprozession im Sarleinsbacher Altstoffsammelzentrum
SARLEINSBACH. Unter dem Motto „Hier arbeitet ein Mensch“ hat der Pfarr-Fachausschuss „Glaube und Arbeit“ in Zusammenarbeit mit dem Treffpunkt mensch&arbeit Rohrbach zur elften Bittprozession ins Sarleinsbacher Altstoffsammelzentrum geladen.

Neben zahlreichen Pfarrangehörigen nahmen auch sechs Mitarbeiter des Abfallverbandes sowie Mitarbeiter der Gemeinde Sarleinsbach teil. Ihre Tätigkeit zu würdigen, zu bedanken und auf die Bedeutung dieser gesellschaftlich so wichtigen Arbeit hinzuweisen, war die besondere Absicht dieses Bittgottesdienstes. In den Texten der Messfeier kamen auch die Herausforderungen rund um das Thema Klima und Umweltschutz zur Sprache. Mit den eindringlichen Worten von Papst Fanziskus aus der Umweltenzyklika „Laudato si“ wurde dazu motiviert das Konsumverhalten zu überdenken und einen sozial und umweltverträglichen Lebensstil zu führen.
Der Betriebsseelsorger Robert Bräuer betonte in seiner Predigt: „Es ist gut so, dass wir uns hier im Altstoffsammelzentrum mit dem Wunder der Schöpfung konfrontieren, einen Lobpreis singen und Gott danken. So wird dieser Ort zu einem Platz der Gewissenserforschung. Hier können wir uns Fragen stellen, die die Zukunft der Menschheit betreffen. Nicht um unser schlechtes Gewissen zu beruhigen, sondern um anzufangen mehr und mehr im Einklang mit der Schöpfung zu handeln. Ein oberflächlicher scheinbarer Umweltschutz genügt nicht. Es braucht nicht nur erneuerbare Energie, Bioprodukte. Es braucht eine alltäglich gelebte Umweltverantwortung. Ganz praktisch fallen darunter z.B. die Vermeidung des Gebrauchs von Plastik, die Einschränkung des Wasserverbrauchs, die Trennung der Abfälle, nur so viel zu kochen, wie man vernünftigerweise essen kann, die anderen Lebewesen sorgsam zu behandeln, möglichst wenig bis gar nicht zu fliegen, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, Bäume zu pflanzen, unnötige Lampen auszuschalten. Auch wenn das kleine Dinge zu sein scheinen, ändert das viel, sowohl mit Blick auf die Umwelt als auch mit Blick auf die eigene Lebensqualität“.


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