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SARLEINSBACH. Sein Plan, den Bezirk Rohrbach zu einer Modellregion für Bauen, Wohnen und Leben im Kreislauf mit der Natur auszubauen, ging nicht auf: Baubiologe Alfred Ruhdorfer gab jetzt bekannt, dass sich das von ihm initiierte Netzwerk ecoforma in Auflösung befindet. Denn aus der Region kam einfach zu wenig Unterstützung.

Alfred Ruhdorfer vor dem ecoforma-Musterhaus, in dem 80 Prozent regionale Wertschöpfung stecken. Foto: ecoforma

Eine ökologische Kreislaufwirtschaft zu praktizieren und den Kunden erleben zu lassen – das war das Ziel von Alfred Ruhdorfer, der sich zu dessen Realisierung seine Heimatregion ausgesucht hat. Der Bezirk Rohrbach sollte „als Petrischale einer gesunden und vornachhaltigen Kreislaufwirtschaft Vorreiter für viele Regionen in Europa sein“.

Thema hat keinen Platz gefunden

Jetzt muss er sich eingestehen, dass es nicht funktioniert hat: „Ich komme mit diesem Thema in unserer Region nicht weiter, es hat keinen Platz gefunden“, bedauert Ruhdorfer, der gemeinsam mit Umweltmedizinerin Karin Grafl in den letzten Jahren viel Zeit, Energie und auch Geld investiert hat. Am Haselhof in Fürling ist nämlich der erste österreichische Standort für ökologische Kreislaufwirtschaft entstanden, damit sich jeder ein Bild von den Möglichkeiten des gesunden Wohnens machen kann.

Keine Chance bei öffentlichen Bauten

Wichtig wäre gewesen, dass auch der öffentliche Bereich mitmacht, denn 40 Prozent des gesamten Bauvolumens laufen in Österreich über die öffentliche Hand. Hier konnte Ruhdorfer allerdings nicht punkten. „Billige Wohnungen zu schaffen, klingt in den Ohren des Konsumenten gut, jedoch der Preis, der dahinter steckt und bezahlt werden muss, ist unvorstellbar“, sagt der Baubiologe und Produktentwickler, der nun keine persönlichen Aktivitäten in der Region mehr setzen will. „Leider standen bei vielen noch nicht das Thema und der Inhalt, sondern die Eigeninterressen im Vordergrund. Mit diesen alten Einstellungen kann man nichts Neues auf den Markt bringen und somit ist das regionale Modellprojekt gescheitert.“

Neue Standorte

Das Musterhaus Haselhof wird aber bis auf weiteres zugänglich sein. In anderen Regionen Österreichs, etwa in Tirol oder Ostösterreich, stößt Ruhdorfer indes auf offene Ohren. Deshalb will er dort das ökologische Bauen und Wohnen etablieren.


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