Mutmacher: Zwei Agrarpreise für den Bezirk Wels-Land
SATTLEDT/BAD WIMSBACH-NEYDHARTING. So wie ein Unternehmen neben der Produktionsabteilung auch eine Entwicklungsabteilung betreibt, hat auch die „Firma Landwirtschaft“ zahlreiche Bauern mit findigen Ideen. Diese „Vorbilder und Mutmacher in harten Zeiten für die Landwirtschaft“ hat das Land Oberösterreich mit dem Agrarpreis 2016 ausgezeichnet.

Aus 113 Einreichungen wurden in drei Kategorien insgesamt 19 Projekte ausgezeichnet und über einen dritten Preis durfte sich auch die „Gemüsefreude“ aus Sattledt freuen. 2010 sind Magdalena und Jonathan Martin-Mayr nach dem Studium der Landwirtschaft und Auslandsaufenthalten auf den großelterlichen Hof in Sattledt gezogen. Der bis dahin verpachtete „Strasser-Hof“ sollte wieder neu belebt werden und vor fünf Jahren wurde mit einer besonderen Art der Direktvermarktung, der Community Supported Agriculture CSA begonnen. „Dabei werden Kunden zu „Ernteteilern“. Sie geben eine Abnahmegarantie für eine Saison und teilen die gesamten Kosten und die gesamte Ernte an Gemüse, Kräutern und etwas Obst aus dem Streuobstgarten“, erklärt Martin-Mayr. „Verbraucher bekommen möglichst viel Einblick und Einfluss und einen spür- und schmeckbaren Bezug zu „ihrer“ Lebensmittelproduktion. Diese Partnerschaft unterstützt eine faire Produktion und eine lokale Ernährung. Und wir können unseren Bauernhof mittlerweile wieder im Vollerwerb führen“, freuen sich die Preisträger.
Gelungener Wissenstransfer
Einen Anerkennungspreis in der Kategorie „Innovation und Marketing“ gab es für Maria und Franz Kastenhuber aus Bad Wimsbach. Mit ihren Pflanzenbaulichen Versuchen und Weiterbildungsmöglichkeiten betreiben sie Wissenstransfer im Pflanzenbau, empfangen 850 Bauern pro Jahr zu Feldbegehungen und präsentieren ihre Versuchsergebnisse vor 500 Besuchern im abz Lambach.


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