Winterdienst-Dauereinsatz: starker Schneefall und umgestürzte Bäume fordern Straßenmeistereien
BEZIRK SCHÄRDING. Die starken Schneefälle der letzten eineinhalb Wochen forderten die Straßenmeistereien des Bezirkes enorm. Zahlreiche Mitarbeiter des Winterdienstes waren unermüdlich im Dauereinsatz, um die Straßen des Bezirkes so gut wie möglich vom Schnee zu befreien.

„Die Bewältigung einer solchen Situation gelingt durch eine grundsätzlich gut abgestimmte und eingespielte Organisation, sprich Schicht-Betrieb und Bereitschaftsdienst rund um die Uhr, sowie ein Personal, das großteils eine langjährige Erfahrung hat. Zusätzlich ist eine sehr gute Geräteausstattung notwendig“, erklärt Herbert Strasser, Dienststellenleiter der Straßenmeisterei Raab.
Winterdienst als wichtige Aufgabe
Als eine der wichtigsten Aufgaben der Straßenmeisterei sieht Alois Napetschnig, Straßenmeisterei-Dienststellenleiter in Engelhartszell, den Winterdienst. „Für die Bewältigung des Winterdienstes sind wir technisch sehr gut ausgestattet, so können wir über die Austro Control immer auf einen aktuellen Wetterbericht zugreifen, der uns unter normalen Umständen die Sache recht erleichtert. Weiters sind wir mit drei Wetterstationen ausgerüstet, wo wir Bodentemperatur, Lufttemperatur oder Niederschlagsart ablesen können“, erklärt Napetschnig.
Herausforderungen
Als größte Herausforderung der letzten eineinhalb Wochen sieht Napetschnig den starken Schneefall und hier nicht unbedingt die Schneemenge, sondern vor allem den schweren Schnee, sprich die Schneelast. So ist es zum Beispiel zwischen St. Roman und Paulsdorf auf der B136 Sauwaldstraße aufgrund des schweren Schnees dazu gekommen, dass „Bäume wie Streichhölzer geknickt“ und auf die Bundesstraße gefallen sind. „Mit großem Einsatz wurden die Bäume von der Straßenmeisterei Engelhartszell von der Straße entfernt“, so Napetschnig.
Gute Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr
Auch für Peter Bauer, Dienststellenleiter der Straßenmeisterei Münzkirchen, war der schwere Schnee eine der größten Herausforderungen, mit denen seine Winterdienst-Mitarbeiter konfrontiert waren. „Natürlich ist der schwere Schnee der letzten Tage bei Waldgebieten ein Thema: durch die Schneelast umgestürzte Bäume galt es zu beseitigen. Da gibt es aber ein sehr gutes Zusammenspiel zwischen Feuerwehr, Polizei und der Straßenmeisterei, damit die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer gegeben ist“, stellt Bauer klar.
Unterschiedliche Straßenverhältnisse
Für die Straßenmeisterei Raab war die größte Herausforderung die sehr unterschiedlichen Wetterverhältnisse und damit auch Fahrbahnverhältnisse. Abhängig von der Höhenlage der einzelnen Orte waren die Mitarbeiter mit Schneeregen, starkem Schneefall und auch Schneeverwehungen konfrontiert. Vereinzelt mussten auch Bäume umgeschnitten werden.
Rund um die Uhr im Einsatz
Die Mitarbeiter vom Winterdienst waren in dieser arbeitsintensiven Zeit beinahe rund um die Uhr im Einsatz, um die Schneemassen zu bewältigen. „Es wird gegen 2.30 Uhr weggefahren und der Einsatz dauert bis Mitternacht. Es wurden pro Tag rund 30 Tonnen Salz verstreut“, so Napetschnig von der Straßenmeisterei Engelhartszell.
Verständnis der Verkehrsteilnehmer gefragt
Dabei stoßen die Winterdienst-Mitarbeiter nicht immer auf verständnisvolle Verkehrsteilnehmer. Vorwürfe wie schlecht geräumte oder glatte Fahrbahnen sind nicht selten. „Es schaut für die Verkehrsteilnehmer oft aus, als würde noch nicht geräumt werden, da noch immer Schnee auf der Fahrbahn liegt. Bei sehr starkem Schneefall – wie in den letzten Tagen – dauert das Durchfahren der Winterdienststrecke oft zwei bis drei Stunden und da kommt natürlich eine gewisse Menge an Neuschnee zusammen“, so Peter Bauer von der Straßenmeisterei Münzkirchen. Genauso beschreibt es auch Napetschnig: „Man muss bedenken, dass unsere Umlaufzeit je Fahrzeug bei etwa zweieinhalb bis drei Stunden liegt und bei extremen Schneefall sich in dieser Zeit wieder einiges an Schnee anhäuft. Hier wäre die Rücksicht vom Autofahrer besonders gefragt, denn Salz wirkt nicht auf Knopfdruck, es braucht seine Zeit, bis es sich entfaltet und der 'gewünschte Effekt' eintritt.“


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