Grenzüberschreitender Hilfseinsatz von Schärdinger Florianis in Bayern
BEZIRK SCHÄRDING/BAYERN. Aufgrund eines internationalen Hilfsersuchens aus Bayern formierte sich ein Katastrophenschutzzug (F-KAT) mit einer Führungseinheit aus dem Bezirk Schärding und begab sich ins Einsatzgebiet im Landkreis Traunstein. Insgesamt 73 oberösterreichische Einsatzkräfte von acht Feuerwehren aus dem Bezirk Schärding mit zwölf Fahrzeugen waren im Einsatz.

Von der Einsatzleitung vor Ort wurde den Schärdinger Florianis ein Großobjekt zur Hilfeleistung zugewiesen. Es galt dort, die gesamt mehr als 3.000 Quadratmeter große Dachfläche von den mehr als einen Meter hohen Schneemassen zu befreien. Der einsetzende Regen machte die Arbeit nicht gerade leicht. Gesichert über eine Drehleiter sowie vom Korb des Schweren Rüstfahrzeugs aus agierten die Einsatzkräfte. Mit insgesamt 17 Personensicherungssets, 31 Schneehexen und unzähligen Schneeschaufeln wurde den Schneemassen der Kampf angesagt.
F-KAT-System funktioniert
Was dieser Einsatz sehr deutlich gezeigt hat ist, dass das vor zwei Jahren eingeführte neue F-KAT-System (Organisation für den gebietsübergreifenden Katastropheneinsatz) sehr gut funktioniert. „Das engmaschige Feuerwehrsystem hat heute wieder einmal eindrucksvoll seine Stärke bewiesen. Ein Zug unterwegs, im eigenen Bezirk ein flächendeckendes Einsatzszenario, das ebenfalls gut koordiniert abgearbeitet werden konnte“, so Bezirks-Feuerwehrkommandant Alfred Deschberger. Abschnitts-Feuerwehrkommandant Michael Hutterer fügte hinzu: „Gerade der Bezirk Schärding konnte bei Hochwasserereignissen schon oftmals von überregionaler Hilfe profitieren und wir sind froh, heute wieder einmal einen Teil davon zurückgeben zu können.“


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