Michael Hutterer freut sich auf seine neue Aufgabe im Feuerwehrwesen

Elena Auinger Elena Auinger, Tips Redaktion, 25.06.2019 08:52 Uhr

SCHÄRDING. Schärdings Feuerwehrkommandant Michael Hutterer hat eine neue Aufgabe bekommen: er ist zum Landesfeuerwehrkommandanten-Stellvertreter gewählt worden. Im Tips-Interview spricht er unter anderem über die neue Herausforderung und wie es nun mit seiner Feuerwehr in Schärding weitergeht.

Tips: Herr Hutterer, wie war es für Sie, als Sie erfahren haben bzw. als klar war, dass Sie zum Landesfeuerwehrkommandanten-Stv. gewählt wurden?

Michael Hutterer: Es war natürlich ein sehr beeindruckender und emotionaler Moment, ich habe mich sehr gefreut. Gerade die Deutlichkeit war eine Freude und hoher Vertrauensvorschuss. Ich habe im ersten Wahlgang – trotz drei Kandidaten – mit 48 von 63 Stimmen das Rennen für mich entscheiden können. So deutlich hätte ich mir das Ergebnis nicht erwartet.

Tips: Wie hat Ihre Familie reagiert?

Hutterer: Meine Familie hat sich sehr mit mir gefreut, sie haben ja auch die Zeit vor der Wahl mitgefiebert. Sie waren selbstverständlich auch beim – von meinen Kameraden ausgerichteten – Empfang im Feuerwehrhaus Schärding dabei. Ich bin sehr stolz auf meine Familie und freue mich besonders, dass meine Frau und unsere drei Kinder diese Entscheidung mitgetragen haben – das sehe ich nicht als selbstverständlich an.

Tips: Was wird sich mit dieser Wahl nun für Sie verändern?

Hutterer: Ein solches Amt innehaben heißt den gesamten Alltag umzustellen, wie bei einem Jobwechsel. Unter der Woche intensive Arbeit im Landesfeuerwehrkommando, am Wochenende gibt es viele Repräsentationsverpflichtungen.

Tips: Üben Sie dieses Amt hauptberuflich aus?

Hutterer: Ja, ich übe es hauptberuflich aus. Aus meiner Sicht kann diese Funktion als Nebenjob nicht zufriedenstellend für das Oö. Feuerwehrwesen ausgeführt werden. Ich habe bei meinem jetzigen Arbeitgeber einen Antrag auf 100-prozentige Karenzierung gestellt, dieser sollte mit 1. Juli wirksam werden.

Tips: Wie sieht Ihr Aufgabengebiet als Landesfeuerwehrkommandant-Stv. aus?

Hutterer: Ich vertrete den Landes-Feuerwehrkommandanten und werde im Landes-Feuerwehrkommando meine Aufgabengebiete haben. Diese werden gerade besprochen und sollen in der kommenden Landes-Feuerwehrleitungssitzung beschlossen werden.

Tips: Welche Herausforderungen wird es in Zukunft für Sie zu meistern geben?

Hutterer: Nicht in der Zukunft, sondern bereits jetzt. Seit dem ersten Tag nach der Wahl sind der Landes-Feuerwehrkommandant und ich in den unterschiedlichsten Bereichen gefordert. In meiner neuen Dienststelle habe ich mich schon ein wenig eingelebt, wenngleich es noch sehr ungewohnt, aber mega-interessant ist. Unsere Mitarbeiter sind ein tolles Team, das uns mit Engagement und Fleiß unterstützt.

Tips: Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Hutterer: Die Oberösterreichischen Feuerwehren gemeinsam in die Zukunft führen und die Herausforderungen meistern. Viele Projekte wurden schon von Wolfgang Kronsteiner eingeleitet und müssen zu Ende gebracht werden. Viele neue interessante Herausforderungen warten aber noch auf die Bearbeitung und täglich kommen neue hinzu.

Tips: Wie geht es nun bei „Ihrer“ Feuerwehr in Schärding weiter? Bleiben Sie Kommandant? Ist das überhaupt möglich?

Hutterer: Ja, das wäre möglich, ist aber langfristig nicht sinnvoll. Nach der Wahl habe ich sofort die Funktion des Abschnitts-Feuerwehrkommandanten zurückgelegt, da wird am 2. Juli mein Nachfolger gewählt. Auch in der Feuerwehr Schärding führen wir gerade Zukunftsgespräche und im Herbst soll auch hier ein Nachfolger gefunden werden. Ich bin seit 27 Jahren in einer Funktion in unserer Feuerwehr, seit 19 Jahren Kommandant und denke, dass sich unsere Feuerwehr in dieser Zeit gut weiterentwickelt hat – wir haben gute Führungskräfte ausgebildet, die diese Verantwortung übernehmen können. Ehrlich gesagt freut es mich auch, wenn meine Kameraden stolz darauf sind, dass der stellvertretende Landesfeuerwehrkommandant von Oö. aus der Feuerwehr Schärding kommt.

Tips: Wohin soll die Reise der Feuerwehren in den nächsten Jahren unter dem Kommando Mayer/Hutterer gehen?

Hutterer: Hoffentlich in eine gute Zukunft – wir beide werden jedenfalls hart und zielstrebig daran arbeiten. Die technische und die gesellschaftliche Weiterentwicklung sind hier sicher die größten Herausforderungen. Aber natürlich ist auch das Thema Finanzierung des Feuerwehrwesens ein Arbeitspunkt. Das wichtigste Kapital ist aber der „Faktor Mensch“, den es zu achten und zu motivieren gilt. Die oberösterreichischen Feuerwehren mit ihren 94.000 Mitgliedern sind ein starkes Team und das soll so bleiben. Ich bin stolz, hier gemeinsam mit Robert Mayer Verantwortung tragen zu dürfen.

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