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ST. WILLIBALD. In St. Willibald wurde ein toter Mäusebussard gefunden. Die nun abgeschlossene Untersuchung belegt, dass der Vogel abgeschossen wurde.

Der tote Bussard vor dem Transport nach Wien (Foto. Privat)
  1 / 2   Der tote Bussard vor dem Transport nach Wien (Foto. Privat)

Ende September wurde in St. Willibald ein toter Mäusebussard gefunden. Die Fundstelle wurde von den Naturwacheorganen Walter Christl und Ernst Sperl gemeinsam besichtigt.  Der Vogel wurde sichergestellt und der vermutete illegale Abschuss der Polizei gemeldet. In Zusammenarbeit mit der Vogelschutzorganisation BirdLife wurde der Kadaver zur veterinärmedizinischen Untersuchung nach Wien geschickt. Der Befund des Forschungsinstitutes für Wildtierkunde bestätigt die Vermutung. Im Röntgenbild sind 14 Schrotkugeln zu sehen.

Landwirtschaft leidet unter Mäuseplage – der Bussard hilft

Neben Füchsen und Katzen sind Mäusebussarde zur Bekämpfung von Mäusen wichtig. Die Landwirtschaft hat daher Interesse an einem gesunden Greifvogelbestand. Die Landwirtschaftskammer Oö. empfiehlt in ihrer Zeitung, Sitzstangen für Greifvögel auf Flächen mit besonders vielen Mäusen aufzustellen. Umso mehr tut es weh, wenn Bussarde sogar abgeschossen werden.

Die Täter werden oft nicht bestraft

Sorgen bereitet der Jagd und den Naturschützern die geringe Anzahl an Strafen im Verhältnis zu den bekannten Abschüssen und Vergiftungen. Dazu kommt eine hohe Dunkelziffer, weil die meisten Vergehen nicht bekannt werden. Daher wird die Bevölkerung ersucht, wachsam in der Natur unterwegs zu sein.

Der Mäusebussard unterliegt dem Jagdrecht und ist ganzjährig geschont. Der Bestand ist nicht gefährdet, in Oberösterreich gibt es 2.200 bis 3.300 Mäusebussarde. Seine Nahrung besteht in erster Linie aus Wühlmäusen.

(Quelle: Oö. Brutvogelatlas) 


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