Einsatzjahr der FF Schärding von Corona geprägt
SCHÄRDING. 330 Mal hieß es im Jahr 2020 „Einsatz für die FF Schärding“. Es waren 303 technische Einsätze und 27 Brandeinsätze abzuarbeiten. Neun Menschen und vier Tiere wurden bei den gesamten Einsätzen gerettet oder aus misslichen Lagen befreit.

Wie in allen Bereichen hat auch im Feuerwehrwesen die Coronakrise die größte Herausforderung im Jahr 2020 dargestellt. Es galt, den Einsatzbetrieb immer aufrecht zu halten, was glücklicherweise gelungen ist. „Es waren immer schwierige Entscheidungen – welche Tätigkeiten sind unerlässlich und systemrelevant und welche Punkte können wie gesichert abgehalten oder verschoben werden“, so Feuerwehrkommandant Markus Furtner. 30 Einsätze hatten mit der Bewältigung der Coronakrise zu tun, es waren hauptsächlich Transportaufgaben, aber auch die Unterstützung bei den Massentestungen im Dezember oder die Hilfe bei der Installation der Grenzkontrollen.
Feuerwehrwahl im März
Im März wurde Markus Furtner in der FF Schärding zu Michael Hutterers Nachfolger gewählt. Knapp 20 Jahre hatte Hutterer die Geschicke der Schärdinger Feuerwehr zum Wohle der Bevölkerung geleitet und ist natürlich nach wie vor mit Feuereifer in Schärding bei Einsätzen, Übungen und sonstigen Anlässen dabei. Anfang August beherrschte ein Hochwasser die Arbeit der Feuerwehr. 21 Objekte wurden geflutet, glücklicherweise waren keine Wohnräume betroffen. Der Hochwasserschutz in der Altstadt verhinderte das Eindringen von Wasser in 15 Häuser. Auch das grenz- und gemeindeübergreifende Katastrophenschutzlager mit seinem Sandsackmanagement wurde erstmals im Einsatz auf seine Praxistauglichkeit getestet und hat diesen Test bestens bestanden.
Ausbildung und Jugendarbeit
Der für den Einsatzerfolg wesentliche Ausbildungsbetrieb war 2020 natürlich stark eingeschränkt. Die mehrmals wöchentlich stattfindenden Übungen wurden je nach aktueller Gesetzeslage durchgeführt. Das Tragen des Mund- und Nasenschutzes war selbstverständlich für alle Kameraden. Während des ersten Lockdowns wurden Ausbildungen auch online durchgeführt. Im September konnten 14 Kameraden das Abzeichen für Technische Hilfeleistung absolvieren. Im Bereich der Jugendarbeit fielen leider zahlreiche Übungen aus. Das große Jugendlager wurde abgesagt, die Jungs vergnügten sich als kleine Entschädigung bei zwei Zeltnächten am Union-Gelände. Trotz Corona konnten zahlreiche Ausbildungen abgehalten werden, auch an den Erprobungen, dem Wissenstest und dem Feuerwehrjugendleistungsabzeichen in Gold haben sich die Jungs der FF Schärding beteiligt.


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