Notfall-Szenarien wurden geprobt
FREINBERG. Ein ganzes Wochenende lang stand in der Gemeinde Freinberg alles im Zeichen des „Blackouts“. Dabei wurde der Ernstfall geprobt.

Das Thema Blackout ist derzeit in aller Munde. Es ist ein Katastrophenszenario, das jeden Einzelnen betrifft und eine Vorsorge unumgänglich macht. Wie bei anderen Katastrophenszenarien bedarf es – neben Selbstschutzmaßnahmen der Bürger – auch bei einem Blackout umfassender Notfallpläne seitens der Behörden. Die Gemeinden müssen für den Ernstfall gerüstet und auch darauf vorbereitet sein, situationsgerecht zu reagieren. Hierfür sind ein aktives Krisenmanagement, Führungskompetenzen sowie eine professionelle Krisenkommunikation und -bewältigung unabdingbar.
Notfallpläne
Zu Notfallplänen gehören auch Planspiele, bei denen der Krisenstab den Ernstfall probt. Eine solche Übung führte die Gemeinde Freinberg vergangenes Wochenende durch.
„Ein Planspiel ist eine sehr effektive Art, zu lernen. Am besten behalten wir uns die Dinge, die wir selbst getan oder erlebt haben“, sagt Bürgermeister Christian Graf, „Bei unserer Blackout-Übung arbeiteten wir als Behörde mit den Einsatzorganisationen Hand in Hand. Wir probten verschiedene Szenarien, die sich aus diesem möglichen Katastrophenfall ergeben und erwarten uns wertvolle Erkenntnisse, die wir in unseren Notfallplan Blackout und die Arbeit im Katastrophenfall einfließen lassen.“
Keine Panik
Die Freinberger Bürger wurden vorab über die Übung informiert. „Wir wollten keine Panik auslösen. Die Bürger wurden bereits im Vorfeld darüber informiert, dass es im Zuge der Übung zu verschiedenen Szenarien in der Gemeinde kommen könne, ihnen aber nicht der Strom abgedreht werde“, meint der Freinberger Ortschef. Während des Übungswochenendes wurde unter anderem ein Szenario geprobt, bei dem die Bergung einer Person, die mit Ausfall der Elektrik nicht selbst aus dem Gebäude kommt, geprobt wurde. Geübt wurde weiters auch die Funktion der Wasserversorgung sowie Kanalisation in der Gemeinde.
Zudem wurde in den einzelnen Ortschaften ein sogenannter Leuchtturm aufgebaut, wo eine Zivilperson, die die Ortschaft gut kennt und ein Feuerwehrmitglied mit dem Krisenstab über Funkgeräte kommunizierten.
Vorträge
Während der Übung standen auch Vorträge des Zivilschutz-Bezirksleiters Gerhard Gierlinger auf dem Programm. Er informierte dabei, dass jeder Bürger mindestens zehn Tage, besser zwei Wochen autark leben können sollte.
„Bei der Vorsorge für einen solchen Katastrophenfall sind drei Bereiche abzudecken: Lebensmittel/Getränke, Medikamente/Hygieneartikel sowie technische Hilfsgeräte. Ein ausreichender Lebensmittel-Notvorrat ist die Basis eines krisenfesten Haushalts. Bevorratung ist eine einfache Form der Vorsorge, die jeder ganz leicht durchführen kann, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Es ist ratsam, Produkte zu lagern, die mindestens ein Jahr lang haltbar sind“, erklärt Gierlinger.


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