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ZELL. Die Pramtaler Sommeroperette, eines der Highlights des Innviertler Kulturkalenders, wird zehn Jahre alt. Im Jubiläumsjahr steht die Operette „Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach.auf dem Spielplan.

d (Foto: Tarabic)
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Die Geschichte der Pramtaler Sommeroperette begann vor genau zehn Jahren. Ziel des Organisationsteams rund um Intendant Harald Wurmsdobler war es damals wie heute, sowohl Bevölkerung als auch Gästen der Region Sauwald-Pramtal einen jährlichen klassisch-kulturellen Höhepunkt mit Musik und Gesang auf höchstem Niveau zu bieten. Eine Dekade später ist das Festival aus dem Innviertler Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken und lockt unter anderem Besucher aus München, Wien, Luxemburg und Schweden nach Zell an der Pram.

Innenhof

Die Aufführungen finden im Innenhof des Schlosses Zell an der Pram statt . Der romantische Hof bietet nicht nur ausreichend Platz für Publikum, Orchester und Bühne, sondern gibt der Operette auch ihr ganz besonderes Flair. Bezaubernde Operettenmusik unter Sternenhimmel an einem lauen Sommerabend umrahmt von jahrhundertealten Schlossmauern – das hat etwas. „Und auch für den Fall, dass es regnen sollte, gibt es eine Alternative und kann gespielt werden. Dann wird in den großen Kultursaal im Nordflügel des Schlosses ausgewichen“, informiert Harald Wursdobler.

Ländlicher Raum

Die Pramtaler Sommeroperette versteht sich selbst als das interessanteste kammermusikalische Operettenfestival im süddeutschen Sprachraum. Sie sieht Operette als ernstzunehmendes Genre und will im ländlichen Raum einen niederschwelligen Zugang zur sogenannten „Hochkultur“ bieten. Das Jubiläumswerk, das man sich dafür ausgesucht hat, ist kein unbekanntes: „Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach.

Uroperette

Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ ist die Uroperette schlechthin, die einst das Genre der „Komischen Oper“ begründete. Die Handlung der griechischen Sage ist schnell umrissen: Die Nymphe Eurydike ist mit dem Sänger Orpheus verheiratet. Nachdem sie auf durch einen Schlangenbiss getötet wird, steigt Orpheus in die Unterwelt hinab und versucht, durch seinen Gesang und das Spiel seiner Lyra den Gott Pluto und dessen Gattin Persephone zu bewegen, ihm seine Geliebte wiederzugeben. Dies wird ihm mit der Auflage, er dürfe sich auf dem Weg zur Oberwelt nicht zu ihr umdrehen, zugebilligt. Als sich Orpheus trotzdem in einem Moment der Schwäche aus Sorge nach ihr umschaut, sinkt sie wieder in die Unterwelt hinab – diesmal für immer. In seiner 1858 in Paris entstandenen Operette wählt Offenbach allerdings einen ironisierenden Zugang und lässt das Original auf dem Kopf stehen: Statt um seine gerade verstorbene Eurydike zu trauern, freut sich Orpheus, dass diese in der Unterwelt gelandet ist. Erst die personifizierte “Öffentliche Meinung“ zwingt ihn dazu, den Schein zu wahren und die gar nicht so Herzallerliebste zurückzuholen. Die gelangweilte Ehefrau wiederum hat sich an der Seite Plutos die Hölle auch aufregender vorgestellt. Götterchef Jupiter, ebenfalls unglücklich verheiratet, entschließt sich, die entführte Gattin von Orpheus aus der Unterwelt zu holen. Doch was ist sein Plan mit Eurydike? Wird er den tragischen Schluss der Sage zulassen? Oder gibt es doch für alle ein überraschendes Happy End?

Hochkaräter, Publikumslieblinge, Talente

Das Ensemble setzt sich aus renommierten international tätigen Künstlern (unter anderem Christa Ratzenböck, George Kounoupias, Reinhard Mayr, Beate Korntner, Rita Lucia Schneider) sowie beliebten aus der Region stammenden Größen (Harald Wurmsdobler aus Münzkirchen und Michael Zallinger aus Riedau) zusammen. Regie führt Manuela Kloibmüller, für das Bühnenbild zeichnet Tobias Engelhardt verantwortlich. Den klanglichen Teppich der Sommeroperette webt das Salonorchester sINNfonietta unter der Leitung von Dirigent Gerald Karl. Auch die jungen Talente der Tanzakademie OÖ, die bereits 2022 das Bühnengeschehen in ästhetischer Manier bereicherten, sind heuer wieder mit von der Partie.

Jubiläumswein

Anlässlich des 10-jährigen Geburtstages gibt es auch einen exklusiven Jubiläumswein: der „JUBILÄUMS-ORPHEUS“ ist ab sofort erhältlich. Vor Ort an der Rezeption des Schlosses Zell/Pram, im KRÄUTerLEBEN-Laden von Silvia Kasbauer in Zell/Pram sowie in den Unimärkten in Andorf und Raab.

Vorverkaufskarten und Termine

Die Premiere von Orpheus in der Unterwelt findet am Samstag, 10. Juni um 19.30 Uhr statt. Weitere Termine: 16., 17., 23., 24. Juni um 19.30 Uhr; 11., 18., 25. Juni um 18.30 Uhr. Vorverkaufskarten ab 18 Euro sind unter der Homepage www.sommeroperette.at erhältlich.


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