LKH Schärding: Gefriermikrotom bringt mehr Vorteile
SCHÄRDING. Um am neuesten Stand der Technik zu bleiben, ist im medizinisch-chemischen Labor und Blutdepot des Landeskrankenhauses Schärding seit Jänner ein neues Gefriermikrotom im Einsatz.

Dieses bietet zusätzliche Vorteile wie motorisierte Schneidetechnik, vakuumunterstützte Schnittstreckung und automatisierte Absaugung von Geweberesten sowie UV-Lichtbasierte Desinfektion des Geräteinnenraumes für optimale hygienische Bedingungen. „Der Gefrierschnitt ist ein diagnostisches Schnellverfahren, mit dessen Hilfe Gewebeproben innerhalb weniger Minuten untersucht werden können – noch während der Patient auf dem Operationstisch liegt“, informiert der leitende Biomedizinische Analytiker Karl Stiglmayr vom LKH Schärding. Im Gegensatz zur histologischen Routineuntersuchung, welche einige Tage in Anspruch nehmen kann, erhält der Operateur beim Gefrierschnitt – etwa im Rahmen der Abklärung bei Patienten mit Verdacht auf Brustkrebs – einen vorläufigen histologischen Befund bereits innerhalb von 15 bis 20 Minuten. Dadurch bekommen Chirurgen entscheidende Informationen für die weitere Durchführung und den Verlauf der Operation.
„Um den Betroffenen einen erneuten operativen Eingriff unter Narkose nach Möglichkeit zu ersparen, wird die während der Operation entnommene Gewebeprobe so rasch wie möglich ins Labor transportiert und zunächst einer makroskopischen Untersuchung durch den Pathologen unterzogen. Im Anschluss daran wird das Präparat durch die Biomedizinischen Analytiker bei -24 bis -40 °C tiefgefroren und im Gefriermikrotom ein hauchdünner Schnitt (etwa fünf Tausendstel Millimeter) angefertigt, welcher anschließend gefärbt und im nächsten Schritt durch den Pathologen im Mikroskop beurteilt wird. Der Befund wird dem Operateur telefonisch mitgeteilt und ein weiteres Vorgehen gemeinsam besprochen“, erklärt Stiglmayr.


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