Corona-Krise: Zahl der Arbeitslosen im Bezirk Schärding steigt
SCHÄRDING. Viele Unternehmen aus dem Bezirk Schärding informieren sich beim Arbeitsmarktservice (AMS) über die Möglichkeit ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken. Zahl der Arbeitslosen hat sich seit Montag verdoppelt.

Die Mitarbeiter der Arbeitsmarktservices Schärding haben aktuell alle Hände voll zu tun, um dem Ansturm an Anfragen gerecht zu werden. „Telefonisch und per Mail gab und gibt es einen großen Ansturm auf alle AMS-Geschäftsstellen“, informiert Harald Slaby, Leiter des AMS Schärding.
Gefasst und diszipliniert
Trotz der derzeitigen Krise lobt Slaby die Art und Weise wie mit seinen Mitarbeitern kommuniziert wird. „Alle Menschen und Firmen haben den Umständen entsprechend mit uns sehr ruhig, gefasst und diszipliniert kommuniziert. Ein großer Dank an alle in ihrer Existenz gefährdeten Menschen und Firmen für diese sehr positive Art der Zusammenarbeit.“ Weiters bittet Schärdings AMS-Chef die Leute auch in Zukunft Geduld aufzubringen. „Wir bemühen uns sehr alle Anliegen möglichst rasch und unbürokratisch zu erledigen und ersuche um Verständnis, wenn aufgrund der Masse an Anfragen es manchmal etwas länger dauert.“ Deswegen appelliert Slaby an alle Arbeitsuchenden sich im Falle einer Arbeitslosmeldung beziehungsweise bei sonstigen Fragen auch weiterhin bevorzugt an die ServiceLine des AMS Oberösterreich (050 904 440) zu wenden und uns erst nach mehrmaligen erfolglosen Telefonversuchen unter der E-Mail-Adresse ams.schaerding@ams.at das AMS Schärding zu kontaktieren. „Wer finanzonline oder ein eAMS-Konto hat, möge unbedingt diese Kanäle für die derzeitige Kommunikation mit dem AMS nutzen - dies ist derzeit der absolut schnellste Weg Richtung AMS“, meint Slaby.
Mehr Arbeitslose
Was die steigenden Arbeitslosenzahlen angeht, macht die Corona-Krise auch vor dem Bezirk Schärding nicht Halt. Seit Montag hat sich die Zahl der erfassten Arbeitslosen von 130 auf 260 verdoppelt. Diese Tendenz dürfte sich in den kommenden Tagen fortsetzen. Positiv findet Slaby die Tatsache, dass seit gestern 140 Betriebe um Kurzarbeit angefragt - ob sich alle dafür entscheiden bleibt vorerst offen - haben. „Da die Mitarbeiter im Rahmen von Kurzarbeit auf eine Nettoersatzrate von 80 bis 90 Prozent kommen und ihnen ihr Arbeitsplatz erhalten bleibt, ist Kurzarbeit aus Mitarbeitersicht natürlich das attraktivste Instrument“, meint Slaby. Und weiter: „Auch bei der Kurzarbeitsunterstützung für Betriebe hat man mittlerweile stark nachgebessert - so werden den Betrieben alle Sozialversicherungsbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden vom AMS ersetzt, sodass es für die Betriebe dadurch zu einer massiven Kostenentlastung im Vergleich zum ursprünglichen Kurzarbeitsmodell kommt.“


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