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BEZIRK SCHÄRDING. Mehr als 180 Besucher folgten der Einladung von AB-Bezirksobmann Alois Gimplinger und Bauernbund-Bezirksobmann Peter Gumpinger zum Treffpunkt Bauernhof bzw. Sommergespräch am Bauernhof von Johannes und Bettina Grüneis-Wasner in Kopfing. Mit der Möglichkeit einer Betriebsbesichtigung konnten sich die Besucher über den modernen Milch- und Rinderhaltungsbetrieb mit Melkroboter informieren. Am Betrieb Grüneis-Wasner können 70 Kühe den Melkroboter aufsuchen, um gemolken zu werden.

Fam. Grüneis-Wasner, ÖR Alois Gimplinger, KO August Wöginger, MdEP Simone Schmiedtbauer. 2. Reihe: Bauernbund-Direktor Wolfgang Wallner und Bezirksobmann Peter Gumpinger (Foto: Bauernbund/ÖVP)

Als Ehrengäste und Referenten konnten EU-Abgeordnete Simone Schmiedtbauer und ÖVP Klubobmann August Wöginger gewonnen werden. Mit LAbg. Florian Grünberger, Bundesrätin Barbara Tausch, SB-Bezirksobmann Otto Straßl und Bürgermeister Bernhard Schasching waren auch alle Abgeordneten des Bezirkes vertreten. Simone Schmiedtbauer informierte über ihre Tätigkeit und ihre Aufgaben als Abgeordnete im Europäischen Parlament. Sie vertritt die Interessen der österreichischen Bauern im Ausschuss für Landwirtschaft, der Regionen, Fischerei und ist auch im Haushalts-Kontrollausschuss für die Kontrolle der korrekten Auszahlung von ca. 180 Milliarden Euro mitverantwortlich.

„Wir müssen auf allen Ebenen, ob im Ort, auf Landes-, Bundesebene oder im Europäischem Parlament, die wertvolle Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern hervorheben und neu erklären. Leider haben viele Regierungen Personen in den Agrarausschuss entsendet, wo der fachliche Hintergrund fehlt und es für uns bäuerlichen Abgeordneten viel Erklärungs- und Informationsbedarf gibt“, so Simone Schmiedtbauer. „Österreich mit einem Anteil von 25 Prozent Biobetrieben erfüllt bereits die Vorgaben des vorliegenden EU-Bioaktionsplanes, wonach in der gesamten EU 25 Prozent der Betriebe nach biologischen Grundsätzen bewirtschaftet werden sollen. Es wäre sinnvoll für einen Umstieg Anreize zu schaffen anstelle eine Verordnung durchzudrücken, die der Markt und manche Staaten nicht erfüllen können. In der EU gibt es durchschnittlich 8,5 Prozent Biobetriebe. In einigen Staaten wie zB Malta ist der Anteil der biologisch wirtschaftenden Betriebe nur 0,5 Prozent“, so Simone Schmiedtbauer weiter.

Klubobmann August Wöginger informierte über die Entlastungspakete der Bundesregierung für die österreichischen Bürger sowie die heimische Landwirtschaft und Betriebe. Wöginger betont, dass keine Berufsgruppe in dieser schwierigen Situation alleine gelassen wird. „Mit Klima- und Antiteuerungsbonus erhält in den nächsten Wochen jeder Erwachsene 500 Euro (Kinder 250 Euro) als Sofortmaßnahme. Die Erhöhung der Pendlerpauschale und die gleichzeitige Senkung der Steuersätze bringen mehr „Netto vom Bruttogehalt.“ In der Landwirtschaft wird es eine Rückvergütung der CO2 Bepreisung sowie flächenbezogene Zahlungen für die Versorgungssicherheit mit österreichischen Lebensmitteln geben“, so August Wöginger.

Bauernbund-Bezirksobmann Peter Gumpinger informierte über einzelne Bereiche der neuen EU-Agrarpolitik und der größeren Flexibilität wie zB der Möglichkeit, die Begrünungsvarianten jährlich an die gegebene Bewirtschaftung anpassen zu können. Weiters sieht die neue GAP eine erhöhte Flächenzahlung für kleinere Betriebe vor, die lange gefordert wurde.


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