Jüngere Menschen als Erste vom Personalabbau betroffen
BEZIRK SCHÄRDING. Mit Ende Mai lag die Arbeitslosenquote im Bezirk Schärding bei relativ niedrigen 2,6 Prozent. Im Vorjahresvergleich ist die Arbeitslosigkeit gestiegen.

653 Personen (304 Frauen/349 Männer) waren mit Ende Mai im Bezirk Schärding auf Arbeitsuche. Weitere 215 nahmen an einer Schulung teil. Im Vorjahresvergleich ist die Arbeitslosigkeit aber um beträchtliche 20,9 Prozent gestiegen. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist derzeit weder bestimmten Branchen noch bestimmten Firmen zuordenbar. Er erstreckt sich quer über alle Alterssegmente und über verschiedenste Wirtschaftsbereiche“, weiß der Leiter des AMS Schärding, Harald Slaby.
Schwierige Bedingungen
So hat sich beispielweise nach zuletzt ausgeübtem Beruf der Bestand arbeitsloser Personen am stärksten bei den Hilfsberufen aller Bereiche (+38), im Handel (+24), im Fremdenverkehr/Tourismus (+13) und in den Büroberufen (+13) erhöht. Obwohl der Bau teilweise schon weniger optimistische Signale für die nähere Zukunft aussendet, war hier der Arbeitsmarkt bis Ende Mai noch relativ stabil. Teuerung, zurückhaltende Kauf- und Investitionsentscheidungen und das Nachlassen von Neuaufträgen lassen in nächster Zeit aber auch am Bau schwierigere Bedingungen am Arbeitsmarkt befürchten. Den besonders starken Anstieg der Arbeitslosigkeit im Alterssegment der 20 bis 24-Jährigen erklärt AMS-Chef Slaby folgendermaßen: „Wie meistens bei Konjunktureintrübungen sind auch diesmal überproportional viele jüngere Menschen mit kurzer Firmenzugehörigkeit und geringer Qualifikation als Erste vom Personalabbau betroffen.“


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