BEZIRK SCHÄRDING. Mit Ende Jänner waren im Bezirk 1.806 Arbeitslose sowie 269 Schulungsteilnehmer beim AMS gemeldet. Auch wenn die absolute Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat (1.558) gestiegen ist, ist Schärding neben Rohrbach der einzige Bezirk in OÖ, bei dem die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr rückläufig ist.

Die Arbeitslosenquote liegt aktuelle bei 7,2 Prozent. Der Grund für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt vor allem an der Bauarbeitslosigkeit, die weiterhin leicht zurückgeht. Das dürfte vor allem auch daran liegen, dass das Winterwetter heuer bisher wärmer und trockener war. Die Aussichten für das restliche Jahr 2025 sind aber weiterhin nicht besonders rosig. „Wir befinden uns im dritten Jahr der Rezession, das WIFO rechnet im laufenden Jahr mit einer Wachstumsrate von lediglich +0,6 Prozent und für Deutschland gar nur mit 0,3 Prozent. Mit einer Erholung des Arbeitsmarktes und einem spürbaren Rückgang der Arbeitslosigkeit ist in den kommenden Monaten nicht zu rechnen“, prognostiziert Schärdings AMS-Leiter Harald Slaby.
Langzeitarbeitslosigkeit wird zum Problem
Auch wenn in den heimischen Firmen weiter mehr als 650 offene Stellen beim AMS gemeldet sind, haben aktuellen Menschen mit Vermittlungseinschränkungen wieder besonders schwer, dauerhaft am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. 112 Menschen mit einer Vormerkdauer von über einem Jahr gibt es derzeit auf Bezirksebene. „Die Langzeitarbeitslosigkeit ist binnen eines Jahres um knapp 53 Prozent gestiegen“, so Jobexperte Slaby. Die meisten offenen Stellen gibt es in den Gesundheitsberufen (133), in den Metall- und Elektroberufen (92), in den technischen Berufen (77), in den Büroberufen (65) sowie im Bereich Gasto-Tourismus (56). Außerdem stehen knapp 220 offene Lehrstellen bereit.


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