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SCHALCHEN. Mit 15 Jahren floh Abas Noori aus dem kriegsgebeutelten Afghanistan, musste seine Familie zurücklassen. Eine zweite Familie, die ihm Halt gibt, fand er nach seiner langen Reise schließlich in Schalchen.

Familie Hofmann aus Schalchen übernahm 2016 eine Patenschaft für Abas Noori und beschreibt diesen Entschluss als „eine der besten Entscheidungen, die wir jemals getroffen haben“. Mutter Nina, Vater Peter und die beiden Töchter Lousia und Lara waren wütend und traurig über die vielen Vorurteile gegen Menschen auf der Flucht und wollten mehr tun, als nur Kleider zu spenden. Über die Zeitung erfuhren sie von dem Volkshilfe-Projekt dUNDu, bei dem man eine Patenschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge übernehmen kann. Seitdem ist Abas ein Teil der Familie.

Gemeinsame Freizeitgestaltung

Fast täglich hat er zu den Hofmanns Kontakt. Sie gehen zusammen zu Veranstaltungen oder unternehmen Freizeitaktivitäten. Im Alltag wird zusammen gekocht, gegessen und vor allem viel geredet und gelacht. Und auch die bisher größte Herausforderung, der Umzug in die erste eigene Wohnung als Abas 18 wurde, meisterten sie gemeinsam.

Nicht nur Arme, sondern auch Herz geöffnet

Für ihn bedeutet die Patenschaft sehr viel: „Ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt in der Familie Hofmann. Sie öffneten nicht nur ihre Arme, sondern auch ihr Herz für einen Jungen aus Afghanistan.“ Und auch Familie Hofmann profitiert von ihrem Neuzugang. Durch ihn sieht sie manche Dinge mit anderen Augen. „Mit Abas bekommt das Fremde bei uns einen Namen und ein Gesicht. Ein freundliches Gesicht für mich, meine Familie und für meine Freunde“, erklärt Peter Hofmann.

Infos zu Patenschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Braunau gibt es bei der Volkshilfe unter 0676/87347203.


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