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„Tansania ist fix. Wie es dann weiter geht, sehe ich, wenn ich dort bin“

Daniela Toth, 06.01.2020 08:30

SCHARNSTEIN. „Lieber etwas riskieren, als ewig zu bereuen, es nie getan zu haben“: Diese Erkenntnis hat für Sandra Zeilinger (27) alles verändert. Die Almtalerin gab Auto, Job und Wohnung auf und stürzte sich vor wenigen Tagen in das Abenteuer Weltreise.

  1 / 2   Der Blick in die Weite – hier auf der Wurzeralm – reizt Sandra Zeilinger schon lang. Foto: Simone Zeilinger

Die Ferne hat Sandra Zeilinger schon als Teenager fasziniert: „Nordlichter, Gorillas, Löwen in freier Wildbahn – davon habe ich geträumt. Aber ich habe mir gedacht: Ich kann das nicht machen“, erinnert sich die Scharnsteinerin.

„Es geht eigentlich alles!“

Schon in ihrer frühen Jugend hatte sie mit Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen zu kämpfen. Als dann auch noch eine längere Beziehung zu Ende ging, entdeckte sie in der Therapie ihren alten Traum wieder – und begann, ihn Schritt für Schritt zu verwirklichen: Sie reiste zunächst zwei Monate lang als „Backpackerin“ nach Thailand: ganz allein, mit einem Rucksack als einzigem Gepäck und immer nur mit Plänen für die nächsten paar Tage. „Da hab ich gemerkt: Es geht eigentlich alles! Mir ist alles offen, ich kann überall leben!“, schildert Zeilinger ihr Gefühl auf der Reise.

Die Rückkehr nach Österreich erlebte sie als regelrechten Kulturschock: „In Thailand waren die Leute alle glücklich und hilfsbereit – auch, wenn sie nur drei Leiberl und zwei Hosen hatten. Dann kam ich zurück, und alle waren nur mit sich selbst beschäftigt und gar nicht fröhlich.“ Rasch stand der Entschluss fest: „Ich muss wieder weg!“

Zwillingsschwester „wird mir abgehen“

Getreu ihrem Facebook-Motto „Life is too short for sometimes“ machte die 27-Jährige Nägel mit Köpfen: Sie kündigte Job und Wohnung, „mistete“ ihre Habe aus, frischte Impfungen auf und kümmerte sich um eine Reiseversicherung. Die letzten Wochen vor dem Abflug lebte sie bei ihrer Mutter in Scharnstein und verbrachte viel Zeit mit Freunden und Familie: „Vor allem meine Zwillingsschwester wird mir abgehen – wir sprechen normalerweise alle paar Stunden miteinander“, erzählt Zeilinger.

Einziger Fixpunkt der Reise ist daher auch ein Treffen mit Schwester Simone auf den Philippinen im Jänner 2021. Bis dahin sind die Pläne der Weltreisenden aber völlig offen, lediglich das One-Way-Ticket nach Tansania hat sie vorab gebucht. Dort besucht sie zunächst die gebürtige Vorchdorferin Alice Lugstein, die bei den Massai lebt. „Dann werde ich durch das Land reisen und zunächst einmal bei einem Projekt eines Bekannten mitarbeiten. Wie es dann weiter geht, sehe ich, wenn ich dort bin“, gibt sich die Almtalerin offen. Ideen – vom Gorilla-Besuch bis zum Thailand-Tripp – hat sie genug. „Richtig cool wird es erst, wenn ich mittendrin bin.“

Reise-Updates auf tips.at

Regelmäßige Reise-Updates wird es auf www.tips.at geben, ebenso wie in Zeilingers Facebook-Gruppe „Sandra“s Reise Update“.


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