Abwechslungsreiches Kinoprogramm im Scheibbser Kultur.portal
SCHEIBBS. Im Rahmen der EU XXL Film.werk.statt werden im Februar im Scheibbser Kultur.portal vier Spielfilme gezeigt.

Den Auftakt macht am 7. Februar die Filmkomödie „Ein Dorf sieht schwarz“. Julien Rambaldis neunzigminütiger Spielfilm versetzt zurück in das Frankreich der 1975er Jahre. Seyolo Zantoko, gespielt von Marc Zinga, ist Arzt und stammt aus dem Kongo. Als er einen Job in einem kleinen Dorf nördlich von Paris angeboten bekommt, beschließt er mit seiner Familie umzuziehen. Was sie erwarten ist das Pariser Stadtleben, doch ihre Realität wird eine andere – nämlich Dorfbewohner, die zum ersten Mal in ihrem Leben einen afrikanischen Arzt treffen und die gleichsam alles erdenkliche tun, um den „Exoten“ das Leben schwer zu machen. Aber wer mutig seine Heimat verlassen hat und einen Neuanfang in einem fremden Land wagt, lässt sich so leicht nicht unterkriegen.
Familie zu vermieten
Paul-André (Benoît Poelvoorde) ist reich. Ihm scheint es an nichts zu fehlen, zumal er auch in einer großen Villa wohnt – allerdings alleine. Was ihm fehlt ist eine Familie. Aber da in seiner luxuriösen Welt alles käuflich ist, warum denn nicht auch das Familienglück? So trifft er auf die lebensfrohe, alleinerziehende, durchgeknallte Violette (Virginie Efira). Sie hat nicht nur kein Geld, sondern auch einen Berg Schulden. Aus diesem Grund soll ihr zu allem Überdruss auch das Sorgerecht ihrer beiden Kinder entzogen werden. Ein Tauschhandel kommt zustande: Paul-André tilgt ihre Schulden, Violette borgt ihm dafür ihre Familie. Drei Monate will er bei ihnen einziehen. Doch er ahnt nicht, was für Überraschungen eine solche Familie bereithält.
Eine bretonische Liebe
Carine Tardieus französischen Komödie handelt von der richtigen und falschen Liebe und dem ganz „normale“ Familientrouble: In der wunderschönen Landschaft der Bretagne geht Bombenentschärfer Erwan (François Damiens) eigentlich einem ungewöhnlichen Beruf nach. Mit der dafür benötigten Ruhe ist es vorbei, als er erfährt, dass seine Tochter Juliette (Alice de Lencquesaing) schwanger ist und ihm nicht verraten will, wer der Vater des Kindes ist. Durch Zufall erfährt er auch noch, dass sein Vater Bastien (Guy Marchand) ihn nur adoptiert hat. Auf der Suche nach seinem leiblichen Vater trifft Erwan auf den spitzbübischen 70-jährigen Joseph (André Wilms), der Erwans Liebe zu der ungestümen Anna (Cécile de France) noch dazu gehörig durcheinanderbringt. Ein wilder Sommer Anita Lackenbergers Spielfilm feierte vergangenen Jahr Premiere und flimmert am 28. Februar im Kultur.portal über die Leinwand. Im Zentrum der Handlung stehen ein Ort in der Wachau in den frühen 1980er Jahren – und Anna (Dagmar Bernhard). Eines Tages wird die Schließung der ortsansässigen Fabrik gekündigt - ein Drama für die vielen dort beschäftigten Dorfbewohner. Mit der Schließung werden die bisher als gesichert angenommenen Lebensentwürfe und Strukturen der Menschen erschüttert und sie empfinden ihre Zukunft als ungewiss.


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