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BEZIRK SCHEIBBS. Im Jahr 2015 beantragten 76 Scheibbser eine Waffenbesitzkarte. 2016 waren es bereits 188. Der Trend setzte sich damit fort.

Werden immer beliebter: Revolver und Co. Symbolfoto: Wodicka
Werden immer beliebter: Revolver und Co. Symbolfoto: Wodicka

Bereits vom Jahr 2014 auf 2015 stiegen die Anträge für Waffenbesitzkarten im Bezirk von 33 auf 76 rapide an. Im Jahr 2016 beschleunigte sich die Entwicklung noch einmal. 188 Bürger suchten um eine der Karten an. Laut Auskunft der Bezirkshauptmannschaft Scheibbs sind derzeit 1.129 gültige Waffenbesitzkarten im Bezirk Scheibbs registriert. Für den Erhalt muss der Antragsteller das 21. Lebensjahr vollendet haben und es dürfen keine maßgeblichen Vorstrafen oder eine Besachwaltung vorliegen.

Kosten sind selbst zu tragen

Zudem muss jede interessierte Person ein positives psychologisches Gutachten und einen Nachweis über die Befähigung zum sachgemäßen Umgang mit der Waffe vorlegen. Die Kosten für den Erwarb der Besitzkarte sind – alles in allem kann man mit 400 Euro rechnen – selbst zu tragen. Nicht zuletzt brauchen Antragsteller eine gute Begründung, warum sie eine Waffe – etwa zum Schutz des Eigenheimes oder für den Schießsport – benötigen. Die Waffenbesitzkarte berechtigt dann zum Besitz von Waffen der Kategorie B. Darunter fallen etwa Faustfeuerwaffen, Repetierflinten und halbautomatische Schusswaffen, die nicht Kriegsmaterial oder verboten sind.

Drei Zielgruppen

Wer aber schafft sich Waffen an? Für Waffenhändler Josef Herbeck gibt es drei Zielgruppen: „Erstens wird der Schießsport immer populärer. Immer mehr Menschen nützen dieses Hobby zum Stressabbau und benötigen dafür auch Waffen. Zweitens gibt es jene Personen, die immer schon eine Waffe wollten, und jetzt befürchten, dass künftig der Zugang durch strengere Regulierungen schwieriger wird. Die dritte Zielgruppe sind Menschen, die sich eine Schusswaffe zur Verteidigung zulegen wollen. Dabei reicht aber der Besitz alleine nicht, man muss auch den sicheren Umgang trainieren“, so der Experte.

Auch zu oft geäußerter Kritik am Waffenbesitz und seinen Gefahren nimmt Herbeck Stellung: „Meiner Erfahrung nach ist jeder Besitzer bemüht, nur ja nicht negativ aufzufallen und die Waffen ordnungsgemäß zu verwahren. Wenn er sich nämlich etwas zu schulden kommen lässt, sind die Waffen sofort weg.“


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