Sichere hausärztliche Versorgung wird durch Ärztemangel bedroht
SCHWANENSTADT. Bürgermeister Karl Staudinger hat einen Brief an die OÖ Gebietskrankenkasse sowie an die OÖ Ärztekammer gerichtet, damit die ärztliche Versorgung in der Region Schwanenstadt auch künftig auf hohem Niveau sichergestellt werden kann.

Die Bewohner der Region Schwanenstadt hatten sich besorgt an den Ortschef gewandt, weil nach dem Bekanntwerden der Schließung einer Ordination in Rüstorf die Patienten kaum eine Chance sehen, von einem anderen Arzt in Schwanenstadt übernommen zu werden. Nach der Schließung einer weiteren Ordination und der Übersiedlung der Kassenstelle nach Redlham haben auch zu diesem Zeitpunkt schon viele Patienten eine neue Ordination aufgesucht. Nunmehr sind die Schwanenstädter Ärzte an ihrer Leistungsgrenze angelangt und können keine neuen Patienten mehr annehmen.
Intensive Bemühungen
Ohne Patienten, die von auswärts zu den Schwanenstädter Ärzten kommen, haben die drei Schwanenstädter Ärzte und der praktische Arzt in Redlham mehr als 15.000 Einwohner zu betreuen. Bei den Schwanenstädter Ärzten ist ebenfalls abzusehen, dass zwei von ihnen in absehbarer Zeit ebenfalls in den Ruhestand treten werden. Sobald dieser Fall eintritt, ist in Schwanenstadt die hausärztliche Versorgung zweifellos nicht mehr gegeben.
Eine private Investorenfamilie hat in Schwanenstadt ein modernes Gesundheitszentrum im Rainerpark errichtet und bietet dort eine Einzel- oder Gruppenpraxis für Hausärzte an. Die Investorenfamilie wäre bereit, die Räumlichkeiten nach den Bedürfnissen und Wünschen des Interessenten herzustellen. Trotz intensiven Bemühungen ist es aber bisher nicht gelungen, einen oder mehrere Ärzte für eine Ordination in Schwanenstadt zu gewinnen.


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