Spannende Motocross-Rennen und die unberechenbare Löwengrube

Wolfgang Macherhammer Wolfgang Macherhammer, Tips Redaktion, 18.06.2019 11:25 Uhr

SCHWANENSTADT. Bei optimalen Wetterbedingungen, ausgezeichneter Piste und einer gewaltigen Zuschauerkulisse wurden die Läufe zur Österreichischen Staatsmeisterschaft auf der ehemaligen WM-Strecke gefahren. Leider kam ein Fahrer aus Kärnten schwer zu Sturz. 

In der Klasse ÖM MX 2 teilten sich die beiden heurigen Dominatoren Marcel Stauffer aus Salzburg und der Steyrer Johannes Klein die Laufsiege. Klein gewann den ersten Lauf vor Stauffer und dem Slovenen Luka Milec. Im zweiten Rennen dieser Klasse siegte Stauffer vor Klein und Markus Rammel aus Niederösterreich.Unter den ersten Zehn der Tageswertung sind fünf Niederösterreicher und drei Oberösterreicher. Die Klasse ÖM MX Open wurde im ersten Lauf dominiert vom Innviertler und Meisterschaftsführenden Pascal Rauchenecker. Zweiter wurde der Steirer Michael Kratzer vor Johannes Klein.

Neustart nach Sturz

Der zweite Lauf musste nach einem brutalen Sturz von Christopher Mariacher aus Kärnten abgebrochen werden. Schon einige Runden vorher hatte er massive Probleme beim Sprung in die Löwengrube. Ein „Auffahrunfall“ auf einen vor ihm fahrenden Konkurrenten brachte ihn zu Sturz. Der Notarzt veranlasste einen Abtransport mit dem Rettungshubschrauber. Da die Renndauer bis zur roten Flagge (Rennabbruch) noch nicht zwei Drittel der Gesamtdistanz von 25 Min. plus zwei Runden erreichte, wurde das Rennen auf die volle Laufdistanz neu angesetzt. Im neugestarteten Lauf setzte sich wiederum Rauchenecker souverän durch. Er siegte vor Gratzer und dem Innviertler Manuel Bermanschläger. Die beiden Jugend ÖM 85 ccm Rennen wurden eine Beute des jungen Ungarn Noel Zanocz. Der Attergauer Maximilian Ernecker wurde im ersten Lauf Zweiter.Maximilian Gschwentner belegte Rang zwei im zweiten Lauf.

Motocross-Klassiker

Schon am Samstag wurden schöne Zweikämpfe mit alten, klassischen Motocross-Maschinen, bei doch sehr heißen Temperaturen, ausgefochten. Die Startreihen waren voll mit Athleten aller Altersklassen. Der älteste Teilnehmer hatte schon mehr als 70 Jahre in den Knochen. Aber auch hier ging Fairness über Alles und abends im Festzelt wurden erungene Siegerpokale und Ehrenpreise ausgiebig gefeiert. Dazu gab es auch begehrte Autogramme von Vladimir Kavinov. Diesjähriger Ehrengast der Motorsportvereinigung Schwanenstadt, die heuer ihr 50-jähriges Vereinsjubiläum feiert. Der russische Vize- Weltmeister von 1977 in der Klasse 250 ccm und damalige Werksfahrer von KTM war über das ganze Wochenende anwesend und erinnerte sich genau an seine WM - Renneinsätz ein Schwanenstadt in den Jahren 1976, 1977 und 1978.

Die jüngsten Besucher konnten ihre Energien bei einer Fahrt mit Yamaha Quads am extra aufgebauten Yamaha Junior Track einsetzen. Diese Aktion wurde von der MSV Schwanenstadt kostenlos angeboten und sehr gut angenommen. Alles in Allem war das Motocross-Wochende in Schwanenstadt/Niederholzham für alle Aktiven, Betreuer und Zuschauer eine Reise wert.

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