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SONNTAGBERG. Ein bedrückendes Kapitel aus der Medizingeschichte erlebten die Schüler der 2. und 3. Klasse der Fachschule für Sozialberufe Gleiß in der Gedenkstätte „Steinhof“ im Gelände des heutigen Otto Wagner Spitals. 

Ein Mitarbeiter des DÖW führte die Schüler durch die Ausstellung. Foto: FSB Gleiß
Ein Mitarbeiter des DÖW führte die Schüler durch die Ausstellung. Foto: FSB Gleiß

Ein Mitarbeiter des „Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes“ gab dort eine interessante Führung durch die Ausstellung „Der Krieg gegen die „Minderwertigen“: Zur Geschichte der NS-Medizinverbrechen in Wien“.

Rassenideologie des Nationalsozialismus

Er erklärte die Grundzüge der Rassenideologie des Nationalsozialismus und berichtete über die Vorgänge in der Heil- und Pflegeanstalt „Am Steinhof“. Zwischen 1940 und 1945 wurden dort Tausende kranke oder behinderte Jugendliche Opfer von medizinischen Experimenten und wurden entweder ermordet oder fielen Hunger und Infektionen zum Opfer.

Lange Zeit keine strafrechtliche Verfolgung

In der Ausstellung konnten sich die Schüler anschließend mit einer Fülle von Bildtafeln und Videos über individuelle Kinder-Schicksäle informieren. Besonders erschütternd war auch die Tatsache, dass die an diesem NS-Verbrechen beteiligten Ärzte und Pfleger auch nach Kriegsende lange nicht strafrechtlich verfolgt wurden.


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