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ST. FLORIAN, KAPRUN. Knappe sieben Kilometer Länge und mehr als 200 Meter Höhenunterschied. Das erstmals in Kaprun ausgetragene Winter-Spartan-Race verlangte den Athleten alles ab.

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Dagmar Pachmann, Mitglied der CLR Sauwald Cofain 699 und der Sportunion Schärding, gewann das Premierenrennen und qualifizierte sich dadurch für die Welt- und Europameisterschaft.

Tips: Frau Pachmann, das Rennen in Kaprun war nicht Ihr erstes Spartan-Race. Worin lag der Unterschied zu den bisherigen Rennen, welche Sie gelaufen sind?

Pachmann: Meine bisherigen Wettkämpfe fanden alle bei frischen, milden oder heißen Temperaturen statt. Ein Winterrennen in den Alpen, bei über 50 Zentimeter Schnee und bei extremen Bedingungen, stellte für mich einen besonderen Anreiz dar. Die Vorbereitung betreffend Planung, Training und Ausrüstung musste überdacht und angepasst werden.

Tips: Was alles haben Sie im Zuge der Vorbereitung geändert?

Pachmann: Ich habe mein Trainingspensum insgesamt erhöht und die Reize verlagert. Dinge gemacht, die man so nicht unbedingt als Standardübung in einem Fitnessstudio sieht. So stand ich zum Beispiel mit einer 20-Kilogramm-Hantel auf der Schulter bei maximaler Steigung auf dem Laufband. Außerdem ging ich bei extrem niedrigen Temperaturen, bei Wind und Regen laufen und habe mit CrossFit begonnen.

Tips: Wie sind Sie mit den niedrigen Temperaturen zurechtgekommen?

Pachmann: Während des Rennens relativierte sich die Kälte ziemlich schnell. Die größte Schwierigkeit bestand darin, mit der Bodenbeschaffenheit zurechtzukommen. Schnee ist ein extrem fordernder Untergrund, der mehr nimmt als gibt. Die steilen Passagen während der Anstiege waren extrem rutschig und boten kaum Halt. Bei den Downhill-Sprints konnte man wegen Schneeblindheit oft das Profil des Bodens schwer einschätzen.

Tips: Was ging in Ihnen vor, als Sie erfuhren, dass Sie tatsächlich das erste Winter-Spartan-Race gewonnen haben?

Pachmann: Der Moment der Bekanntgabe, dass ich mir den ersten Platz und somit die Goldmedaille erkämpft hatte, hat mich beinahe doch noch in die Knie gezwungen! Ich war völlig überwältigt. Das tatsächliche Erreichen einer Vision, auf die man während der Trainingsvorbereitung all seinen Fokus gelegt hat, ist einfach unbeschreiblich!

Tips: Mit dem Sieg haben Sie sich für die Welt- und Europameisterschaft qualifiziert. Werden Sie daran teilnehmen?

Pachmann: Bei der Europameisterschaft, den Spartan European Championship, welche im Juni in den Dolomiten stattfinden, werde ich definitiv an den Start gehen. Der World Championship wird im September in North Lake Tahoe in Kalifornien ausgetragen. Weiters findet im November in Griechenland der Trifecta World Championship statt. Eine Teilnahme an den beiden Weltmeisterschaften wird sich für mich, ohne Sponsorenunterstützung, leider schwierig gestalten.


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