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ST. GEORGEN. Was 2013 am Viktoriasee in Tansania mit einem Haus für die Familie eines Straßenbettlers (Mr. Masalu) begann, umfasst nun die Betreuung von drei Partnerschulen, ein Entwicklungskonzept für das Projektdorf Ngeleka sowie die Unterstützung vieler Einzelpersonen.

Symbolische Spendenübergabe: JRK-Bezirksleiter August Neubacher überreicht den Erlös der erfolgreichen Sozialaktion im Bezirk Grieskirchen an Markus Hagler. Ein Gemälde aus Tansania wird Schule und Jugendrotkreuz als Erinnerung an diese erfolgreiche Aktion erinnern. Foto: privat

2019 war für das Schul-Hilfs-Projekt der NMS/Dr.-Karl-Köttl-Schule St. Georgen/A eine humanitäre Erfolgsgeschichte. „Viele großzügige Unterstützer und Förderer haben auch 2019 dem Schulprojekt ihr Vertrauen geschenkt und sich auf die Erfahrung des Teilens und Gebens eingelassen“, weiß Projektleiter Markus Hagler. Die Schüler der eigenen Schule – NMS St. Georgen/A – haben sich wieder ins Zeug gelegt und beim Spendenlauf 2019 erneut diese Glückserfahrung machen dürfen.

Aber auch in vielen Schulen des Bezirkes Grieskirchen stand das vergangene Schuljahr ganz im Zeichen von Afrika. Heuer unterstützte das Jugendrotkreuz Grieskirchen mit dem Jahresprojekt „Tumaini – Hoffnung schenken“ das Hilfsprojekt. 21 Vorträge in Schulen des Bezirkes Grieskirchen trugen in der Folge reichlich Früchte. Und Direktor August Neubacher (Bezirksleiter JRK) konnte nach Abschluss des Projektes an Markus Hagler 13.382 Euro für Schulen und Kinder in Tansania überreichen.

Viele Vorhaben realisiert

Was heuer erreicht werden konnte: An der größten Partnerschule (2.134 Schüler) haben 45 Lehrer kein Lehrerzimmer. Im Oktober wurde mit dem Bau begonnen. In der Ngeleka-Dorfschule mussten Klassenräume gesperrt werden, weil die Giebelwand einzustürzen droht. Die Reparatur wird noch im Dezember durchgeführt. An der Ngudama-Primary-School (801 Schüler) stürzten 2018 die einzigen vier Toiletten ein. Ein modernes Toilettengebäude, zahlreiche Bücher/Lernbehelfe, zwei neue Schulklassen und die Direktion wurden von Grund auf neu renoviert.

Außerdem wurde 8.000 Quadratmeter Grund angekauft– davon die Hälfte an arme Menschen zum Anbau von Lebensmitteln vergeben. Vier Häuser für mittellose und heimatlose Familien inklusive 16 Betten, Matratzen, Geschirr und Regale wurden errichtet, ebenso wie zwei Brunnen. Zwei Ziegenställe samt jeweils sechs Ziegen wurden an Dorfgruppen zur Selbstversorgung übergeben. Nach mühevollen Verhandlungen mit tansanischen Behörden und Unterstützung durch Botschaften (Berlin, Nairobi) ist die moderne Krankenstation im Sommer 2019 in Vollbetrieb gegangen. Dort arbeiten zwei Ärzte und eine Krankenschwester ganztags. Das Ärztehaus ist noch nicht fertig gestellt. Finanziert werden die Krankenhauskosten, Mietkosten, laufend Lebensmittel für zehn Familien sowie die Lehrlingsausbildung.


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