Neuer Chef für Agrarförderungen kommt aus dem Mondseeland
ST. LORENZ. Mit 1. Juli hat Landeshauptmann Thomas Stelzer den Titel „Hofrat“ an Wolfgang Löberbauer verliehen und den St. Lorenzer zum Leiter der Agrar- und Regionalförderung in der Abteilung Land- und Forstwirtschaft ernannt.

Als neuer Chef leitet Löberbauer ein Team von 43 Mitarbeitern und ist verantwortlich für ein Jahresbudget in der Höhe von 45 Millionen Euro. Löberbauer sieht sich als Koordinator und Brückenbauer zwischen Landwirtschaft und Konsumenten. Diese Einstellung haben seine Eltern geprägt. Aufgewachsen in Mondsee hat Löberbauer 1987 am Privatgymnasium Liefering maturiert und im Anschluss die Offiziersausbildung beim Bundesheer abgeschlossen. Der „Oberleutnant der Reserve“ studierte Landwirtschaft in Wien an der Universität für Bodenkultur; die Praktika führten Löberbauer zweimal an die HBLA Ursprung, die Diplomarbeit wiederum schrieb er in Nicaragua zum Thema „Erosion auf kleinbäuerlichen Betrieben“.
Erster hauptberuflicher LEADER-Manager
Eine Schulpartnerschaft des Vaters, Direktor der Tourismusschule Ried in St. Wolfgang, führte Löberbauer's Lebensweg nach Afrika, wo er in Kenia seine heutige Frau Hiltrud – eine gebürtige Flachgauerin – kennenlernte. Zurück in Österreich heuerte Löberbauer bei der Agrarmarkt Austria (AMA) an und erlebte dort den EU-Beitritt 1995 mit der Ersterfassung der bäuerlichen Betriebe. Mit einer Zusatzausbildung für den Lehr- und Beratungsdienst in Wien-Ober-St.-Veit wurde wiederum die Region Mondseeland auf ihren Agrarökonomen aufmerksam: 1997 war Wolfgang Löberbauer der erste hauptberufliche LEADER-Manager und hat in zwei Jahren an die 30 Projekte begleitet und eingereicht – von der Mostschänke bis zu Kunstprojekten.
Dem Mondseeland treu geblieben
Sein jetziger Vorgänger Hans Gruber holte den engagierten Projektentwickler nach Linz in die Abteilung Land- und Forstwirtschaft. Bäuerliche Einkommensalternativen waren der Schwerpunkt der Arbeit, später dann der Aufbau und die Leitung des oberösterreichweiten LEADER-Referats.
Als Pendler ist Löberbauer dem Mondseeland treu geblieben, und nach einer kurzen Station in Enns mit dem Beginn der Schulpflicht der Kinder nach St. Lorenz gezogen. Dort lebt die Familie mit den Kindern Hanna (21), Simon (18) und Veronika (15).


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