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ST. MARTIN. Zu einem folgenschweren Kohlenmonoxidaustritt in einem Wohnahus wurden die Rettungskräfte am Dienstag, 16. Jänner gerufen. Zwei Pensionisten und eine Pfelgehelferin atmeten die giftigen Gase ein und verloren nacheinander das Bewusstsein. Alle drei wurden wegen Verdachts auf Kohlenmonoxidvergiftung in das Krankenhaus Gmünd gebracht.

Die Rettungskräfte am Einsatzort.
  1 / 2   Die Rettungskräfte am Einsatzort.

Eine Mitarbeiterin eines Pflegedienstes entdeckte gegen Mittag in einem Einfamilienhaus in St. Martin einen bewusstseinsgetrübten Mann und verständigte die Hausärztin, die wiederum den Notarzt anforderte.

CO-Warner schlugen an

Beim Eintreffen des Rettungsteams aus Gmünd schlugen deren „Lebensetter“ an. Standardmäßig sind auf allen Einsatzrucksäcken des Roten Kreuzes „CO-Warner“ installiert, welche die Einsatzkräfte vor dem giftigen Kohlenmonoxid warnten. Sofort wurden die Fenster geöffnet und die Personen ins freie gebracht. Auch die Feuerwehr war mittlerweile am Einsatzort eingetroffen.

Im Nebenraum befand sich die pflegebedürftige Mutter des Patienten, die ebenfalls nicht mehr ansprechbar war. Als das Rettungsteam mit der Menschenrettung aus dem Gefahrenbereich begann, wurde auch die Pflegedienstmitarbeiterin ohnmächtig.

Inzwischen war auch das Notarzteinsatzfahrzeug aus Zwettl (NEF Gmünd war bei einem weiteren Einsatz gebunden) eingetroffen und Rettungsteams aus Weitra und Schrems wurden nachalarmiert. Nach der notärztlichen Versorgung vor Ort wurden die drei Patienten ins Landesklinikum Gmünd eingeliefert.

Verstopftes Abzugrohr wohl Ursache

Seitens der Polizei konnte erhoben werden, dass der Pensionist am Vorabend den Ölofen der Zentralheizung (Kombiheizung aus Holzvergaser und Öl) in Betrieb genommen hatte. Da der Kamin jedoch über die Höhe des Rauchrohres des Ölofens mit Rußrückständen gefüllt war (Feststellung durch den anwesenden Rauchfangkehrer) kam es zu keinem ordnungsgemäßen Abzug der Rauchgasse und diese wurden in den Keller gedrückt bzw. verbreitete sich das Kohlenmonoxid in weiterer Folge im gesamten Wohnhaus. 


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