TV-Zweiteiler holt Zeitzeugen an der Grenze vor die Kamera
BEZIRK ROHRBACH/OÖ. Ein Jahr lang waren Thomas Hackl und Martina Hechenberger in den Grenzgebieten Österreichs unterwegs, haben Zeitzeugen getroffen, Archivmaterial durchstöbert und daraus eine zweiteilige Fernseh-Dokumentation produziert.

Der Film, der am Samstag um 20.15 Uhr auf ORF III zu sehen ist, zeigt 30 Jahre nach Öffnung des Eisernen Vorhangs die Situation des gewaltsam geteilten Europas von 1945 bis 1989. Mehr als 40 Jahre trennte diese unüberwindbare Barriere die Länder und Menschen. Mit der Teilung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg in den kommunistischen Ostblock und den demokratischen Westen beginnt die Dokumentation. Militärische Überwachung, Todeszone, Niemandsland, Flucht, Angst, Spionage gehörten zum Alltag, vor allem bei der grenznahen Bevölkerung.
Erst durch die liberalen Bewegungen im Osten begann das System zu bröckeln und Risse im politischen System und im Eisernen Vorhang entstanden. Es brauchte aber noch viel Zeit und große Anstrengungen, um Europa wieder zu vereinen.
Am Samstag im Fernsehen
Zeitzeugen, auch aus der Region, und Experten, wie Barbara Coudenhove-Kalergi, Paul Lendvai oder Hugo Portisch kommen bei der TV-Dokumentation „Österreich am Eisernen Vorhang“ zu Wort.
Sendetermin: Samstag, 9. November, 20.15 Uhr, ORF III


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