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NIEDERÖSTERREICH. Über der Arktis bahnt sich gerade ein Ozonloch an, das im Frühling auch bei uns zu einem messbaren Anstieg der UV-Belastung führen dürfte. Der Grund dafür ist eine extreme Kälteperiode. Die Niederösterreichischen Augen- und Kontaktlinsenoptiker geben Tipps, wie man sich am besten schützt.
 

Für einen unbesorgten Blick zum Himmel muss die Sonnenbrille einige Kriterien erfüllen. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Niederösterreichischen Augenoptiker fordern dringend dazu auf, auf den richtigen Schutz vor der UV-Strahlung zu achten. „Gerade im Frühling bei nicht so heißen Temperaturen ist unsere Haut noch durch die lange Kleidung geschützt. Nur zu oft wird allerdings auf die Augen vergessen. Ein fataler Fehler: Unser Sehorgan reagiert im Vergleich zur Haut 20-mal sensibler auf UV-Strahlen“, warnt Markus Gschweidl, Landesinnungsmeister der Niederösterreichischen Augenoptiker (Optometristen). Die Folgen könnten verheerend sein: von akuten Binde- und Hornhautentzündungen bis hin zu schwerwiegenden chronischen Erkrankungen wie Grauer Star.

Eine dunkle Sonnenbrille allein reicht nicht

Auf den richtigen UV-Schutz zu achten, ist momentan also wichtiger denn je. Dabei kann man leicht in die Irre geführt werden: „Nur weil eine Sonnenbrille besonders dunkle Gläser hat, garantiert sie nicht automatisch den besten UV-Schutz. Und selbst das europäische CE-Zeichen, welches einen 100%-igen Schutz verspricht, lässt noch rund 78% der UV-Strahlen durch“, erklärt Gschweidl. Wichtig sei deshalb, auf folgende Punkte zu achten:

  • UV-Lichtschutz: Die Sonnenbrille sollte mindestens UV-Strahlen bis 400nm absorbieren.
  • Blaues Licht: Ein Gelbfilter blockiert das blaue Licht und schützt die Netzhaut besonders an der Stelle des schärfsten Sehens (Makula).
  • Seitenschutz: Seitlich eintretende UV-Strahlen können die Wirkung einer Sonnenbrille erheblich vermindern. Ein Seitenschutz wäre daher ratsam. 

Die Höhe der UV-Belastung

Wie hoch die UV-Belastung ist, hängt Gschweidl zufolge übrigens nicht direkt damit zusammen, wie blau der Himmel ist und wie stark die Sonne scheint. Als Orientierungshilfe gibt es den UV-Index. Bei der ZAMG können die jeweils aktuellen Messwerte eingesehen werden: ZAMG


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