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OBER-GRAFENDORF. Zehn Spiele, zehn Niederlagen,  Überschuldung und dann noch eine 0:6-Heimniederlage gegen den SV Leobendorf am verwichenen Wochenende – das war für den einstigen Meister der NÖ-Landesliga, der den Pokal vor drei Jahren in das Pielachtal brachte, zu viel: Der ATSV Ober-Grafendorf schlittert nun mit einer Passiva von 329.000 Euro in die Insolvenz.
 

Nur mehr Kleingeld - im Vergleich mit den Schulden - stehen dem ATSV Ober-Grafendorf zur Verfügung. Jetzt musste die Pleite angemeldet werden. Der Verein will dennoch weitermachen. Symbolfoto: Pelz

Dieser Malaise stehen magere 15.000 Euro gegenüber und 20 Gläubiger, die jetzt durch die Finger schauen. Seitens des Vereins werden ihnen eine Quote von 20 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren, angeboten.

Die Insolvenzursachen liege im Abgang einiger Spieler in der Kampfmannschaft und dem dann ausbleibenden sportlichen Erfolg mit einem Rückgang an Besuchern und Einnahmen (Eintrittsgelder, Kantine). In Folge seien auch auch die Sponsorenleistungen zurückgegangen.

„Heute wurde am Landesgericht St. Pölten aufgrund eines Eigenantrages das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet“, berichtet Gerhard M. Weinhofer vom Österreichischen Verband Creditreform.

Dennoch soll Verein und Spielbetrieb mit mehreren Fussballmannschaften weitergeführt werden.  

Zum Insolvenzverwalter wurde RA Dr. Friedrich Nusterer, St. Pölten bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen über Creditreform bis zum 24.11.2015 anmelden. Die Abstimmung über den Sanierungsplan findet am 12.1.2016 statt.


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