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Seminar zum Thema „Sexualisierte Übergriffe im Sport“ im Sportzentrum NÖ

Thomas Lettner, 16.07.2018 15:53

ST. PÖLTEN. Im Sportzentrum Niederösterreich fand vor kurzem ein Seminar zum hochsensiblen Thema „Sexualisierte Übergriffe im Sport“ statt. 23 Funktionäre, Trainer und Sportler der Vereine ASKÖ Wilhelmsburg, UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten, Union Kachikan Neulengbach, Union Mugendo Karate, UKA Zen Tai Ryu Melk, Union Langenlois, Union Groß Gerungs, International Karatedo Vienna und International Karate-Do Ryu-Jin Kai an diesem spannungsgeladenen Seminar teil.

Organisator Erhard Kellner (r.) mit dem Referenten Ferry Kainz
Organisator Erhard Kellner (r.) mit dem Referenten Ferry Kainz

Sport ist ein Lebensbereich, der im Normalfall von Vertrauen und Respekt geprägt wird. Nur durch die erforderliche Unterstützung des gesamten Umfelds können Sportler persönliche Bestleistungen erzielen. Das als sicher angesehene Umfeld „Sport“ wird jedoch von manchen Menschen für ihre sexuellen Neigungen ausgenutzt.

Keine Sportart gefeit

Das in unmittelbar jüngster Zeit in der Öffentlichkeit mehrfach beleuchtete Thema „Sexualisierte Übergriffe im Sport“ löst bei vielen im organisierten Sport engagierten Personen eine Abwehrhaltung (“Sowas gibt“s bei uns nicht“) aus, um sich mit dieser Problemstellung nicht auseinandersetzen zu müssen, obwohl im Prinzip keine Sportart von dieser Problematik ausgeschlossen ist.

Tipps zur Prävention

Karate Niederösterreich arrangierte sich nun mit dem Verein „100% Sport“ und organisierte im Sportzentrum Niederösterreich ein Seminar, um seinen Vereinstrainern und Funktionären eine Hilfestellung bei diesem sensiblen Thema zu geben. Erhard Kellner und Mario Hinterberger konnten mit Ferry Kainz, dem Vizepräsidenten des Österreichischen Jiu Jitsu-Verbandes und Vorsitzenden des Projekts „Sicherheit4Kids„ einen profunden Fachmann engagieren, der für die Anwesenden viele Hintergründe wie die Strategien von Tätertypen und die aktuelle Gesetzeslage beleuchtete und Tipps zur Prävention, zum korrekten Verhalten und auch zum Eigenschutz gab. Karate Austria begegnet diesem sensiblen Thema überdies mit dem Einfordern einer erweiterten Strafregisterbescheinigung und der Unterzeichnung eines Ehrenkodex bei den Vereins-, Landes- und Bundestrainern.


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