Lichtermeer St. Pölten - Einsatz für menschliche Werte in der Gesellschaft
ST. PÖLTEN. Mit einem Lichtermeer durch die Innenstadt setzten Bürger vergangene Woche ein Zeichen für Toleranz, Menschlichkeit und Solidarität.

„Ständig hört man in den Medien, welche humanistisch gesehen schlimmen Dinge passieren und dass Geld heutzutage mehr wert ist als ein Menschenleben. Das finde ich verwerflich und eine ganz gefährliche Entwicklung“, sagt Almalyn Griesauer, die Organisatorin des Lichtermeers. Die Wilhelmsburgerin hat schon bei ähnlichen Veranstaltungen in Wien teilgenommen und will nun in St. Pölten die Menschen wachrütteln. Besonders der Werteverfall und die Geisteshaltung gegen die Ärmsten und Schwächsten der Gesellschaft wie Flüchtlinge, Behinderte und Arbeitslose sind ihr ein Dorn im Auge.
Hetze bringt niemandem was
Griesauer, deren Mutter aus Asien stammt, prangert auch die fehlende Nächstenliebe in einem Land an, das sich großteils als christlich-sozial und katholisch bezeichne. Diese Entwicklung könne schlimme Folgen haben und schnell von verbaler Ausgrenzung zu körperlichen Übergriffen führen. „Das ständige gegeneinander Hetzen bringt niemandem was. Jeder - egal welcher politischen Gesinnung oder Religion - soll zeigen können, dass man einen respektvollen Umgang miteinander pflegen kann“, so Griesauer. Das nächste Lichtermeer findet am 24. Jänner, 18 Uhr, statt. Treffpunkt ist wieder der Bahnhofvorplatz. Im Gespräch ist eine Kooperation mit dem Protest-Donnerstag im RedPoint, was voraussichtlich im Februar stattfinden wird.


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