Institut für Medienarchäologie startete neues Projekt „Wir haben eine Wahl“
ST. PÖLTEN. Seit Mitte Oktober hat sich das IMA (Institut für Medienarchäologie) in einem Wahlbüro in der Linzerstraße eingemietet. Dort setzt man sich noch bis Ende April 2019 in dem Projekt „Wir haben eine Wahl“ mit dem Thema Reproduktion auseinander.

Ausschlaggebend für das Projekt „Wir haben eine Wahl“ war zum einen das heuer stattfindende Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich“. „In diesem Zusammenhang haben wir Überlegungen über die Zukunft der Reproduktionstechnologien und den Umgang damit angestellt“, erklärt Elisabeth Schimana, die Künstlerische Leiterin des IMA.
Kontrolle über die menschliche Reproduktion
Zweitens soll hinsichtlich der in manchen Ländern stattfindenden Debatte, den Abtreibungsparagraphen wieder abzuschaffen, darüber diskutiert werden, wer (Frauen, Männer oder Eliten) über die Reproduktion und ihre Technologien bestimmt, beziehungsweise was es für das menschliche Geschlecht und die Gesellschaft bedeutet, wenn die biologische Reproduktion nicht mehr benötigt wird.
Live-Performance am 19. Dezember
Im März findet im Wahlbüro XX TÉCHNE 6.0 des IMA in der Linzerstraße 17 das Festival „The Art of Reproduction“ mit Filmen, Installationen und Diskussionen statt. Am Mittwoch, 19. Dezember, ab 17 Uhr wird unter dem Motto „Niemand hat die Wahl„ eine polymediale Live-Performance nach einem Konzept der Künstlerin starsky zu sehen sein. Choreografie und Tanz stammen von aiko, die Musik von akkamiau und Norbert Math. Im Mittelpunkt steht das Selbstbestimmungsrecht über den weiblichen Körper und dessen Instrumentalisierung in allen patriarchalen Kulturen.


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