„In wirtschaftlich schwierigen Zeiten, in denen es viele Menschen gibt, die keinen Arbeitsplatz haben, müssen die Schaffung von Arbeitsplätzen, aber auch die Stärkung der Wirtschaft durch eine Ankurbelung des Konsums ganz oben auf unserer Agenda stehen“, postuliert Niederösterreichs SP-Boss Matthias Stadler heute am St. Pöltner Rathausplatz. Dass dies die jüngst aus der Taufe gehobene Steuerreform das schaffe, davon ist Stadler wohl überzeugt, denn „die Steuerreform von rund fünf Milliarden Euro und somit rund einer Milliarde Euro für die Niederösterreicher ist eine historische Entscheidung - sie bedeutet die größte Entlastung in der Zweiten Republik“. Stadler: „Schuld hat die schwarz-blaue Koaltion“ Für die SPÖ sei es wichtig, dass vor allem den Arbeitnehmern mit niedrigeren und mittleren Einkommen mehr Netto vom Brutto bleibe. Schuld an der Belastung der Arbeitnehmer sei die schwarzblaue Regierung die den Eingangssteuersatz von 21,5 auf 36,5 Prozent angehoben habe, so der amtierende St. Pöltner Bürgermeister und SPNÖ-Vorsitzende, heute am 1. Mai 2015. (Anmerkung d. Red.: Die VP-FP-Bundesregierung Schüssel 1 amtierte von 4. Februar 2000 bis 28. Februar 2003. Die Bundesregierung Schüssel II, anfänglich mit FP danach mit BZÖ amtierte von 28. Februar 2003 und 11. Jänner 2007. Seit 2007 findet sich die SPÖ, anfangs mit Alfred Gusenbauer und nach dessen Ablöse mit Werner Faymann als Kanzlerpartei in einer Koalition mit der ÖVP an bestimmender Stelle wider.)„Ausufernder Kapitalismus und gieriger Egoismus“ „Der Tag der Arbeit ist für uns ein Kampftag, aber auch ein ganz besonderer Feiertag für mehr als 125 Jahre andauerndes Engagement und Eintreten für Freiheit, Solidarität, Verteilungsgerechtigkeit und Chancengleichheit für die Menschen in unserem Land“, erkärt Stadler vor dem St. Pöltner Rathaus. „Die Menschen dürfen nicht die Zeche für die Fehler eines ausufernden Kapitalismus und eines gierigen Egoismus einiger weniger Spekulanten und internationaler Konzerne zahlen“. Die größte Maifeier der SPNÖ stand ganz im Zeichen des Jubiläums 125 Jahre aber auch des Endes des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren und dem vor 60 Jahren unterzeichneten Staatsvertrag, dem vor 20 Jahren erfolgten Beitritt zur Europäischen Union. Laut Veranstalter waren an die 2.000 Menschen auf den Rathausplatz gekommen.
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