Verfassungsschutz ermittelt wegen Aufruf zur Koranverbrennung
ST.PÖLTEN. Der gestrige Online-Bericht von Tips St. Pölten über einen in Facebook lancierten Aufruf zum Verbrennen des Korans in St. Pölten hat viel Staub aufgewirbelt (siehe Artikel). Vermutlich dürfte sich dieser Aufruf – der von einer Anna W. stammt und durch ein Logo „I love FPO“ gekennzeichnet ist - gefälscht sein.

Dass der Facebook-Account ein Fake ist, sieht jedenfalls auch der blaue Landesparteisekretär Christian Hafenecker so, distanziert sich klar von dem Aufruf und mahnt in einem Online-Auftritt der FPNÖ: „Freunde Achtung! Das profil Anna Wagenhofer st ein Fakeprofil, das nur dazu da ist, uns zu schaden.“
Da sich aber einige FPÖ-nahe Personen mit besagter Anna W. als Facebook-Freunde „eingelassen“ haben dürften, ruft Hafenecker auch dazu auf, „sofort die Freundschaften (zu) löschen“ und fügt mahnend hinzu, „bitte genau schauen, mit wem ihr euch einlasst“.
Mittlerweile hat der Verfassungsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Denn immerhin ist der Aufruf strafrechtlich relevant und kann sogar mit einer Gefängnisstrafe geahndet werden. Derzeit gebe es allerdings noch keine Ermittlungsergebnisse, wie Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion NÖ erklärt. Der Eintrag zum Aufruf der Bücherverbrennung wurde aber bereits aus dem Netz genommen. Man nehme dergleichen aber sehr ernst und gehe davon aus, dass die Urheber des Aufrufs ermittelt werden könnten.








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