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STEINBACH/A. Jedes Jahr beginnt mit einem anderen Wetter- und Klimaphänomen. War Winter/Frühjahr 2019 von Sturm und Schnee geprägt, fielen heuer bislang die Tagestemperaturen selten unter den Gefrierpunkt. Das bringt gravierende Veränderungen in der Pflanzenwelt – und damit auch in der Tierwelt – mit sich. 

Mit der phänomenalen Drehscheibe den Klimawandel erforschen. Foto: Naturpark Attersee-Traunsee, Auer

So blühen zum Beispiel der Dirndlstrauch, die Marille, Spitzahorn, Schlehe und Süßkirsche bis zu drei Wochen früher als noch vor 20 Jahren. Pflanzen wirken dabei als sehr empfindliche Messinstrumente der bodennahen Atmosphäre und reagieren mit zunehmend früherer Blüte oder Fruchtreife unmittelbar auf die „verrückte“ Temperaturentwicklung der letzten Jahre. Ob es heuer auch wieder so ist, muss sich aber noch zeigen, denn eine kurze klimawandelbedingte Hitzephase reicht oft aus, um die Blüte auszulösen, genauso kann aber eine Kältephase die Blüte um Wochen verzögern.

Beobachten mit Drehscheibe

Wie das Jahr wirklich wird und wann welche Phänomene auftreten, kann mit der Naturphänomen-Drehscheibe praktisch beobachtet und dokumentiert werden. Diese bekommt man in den Gemeindeämtern im Naturpark Attersee-Traunsee oder in der Naturpark-Infostelle in Steinbach am Attersee. Dort findet sich auch die Dauerausstellung „Auf dem Laufsteg ins Zwetschkenreich“, in der es auch zur Naturbeobachtung Interessantes zu entdecken gibt. Die Naturkalender-App der Naturparke OÖ eignet sich, um seine Entdeckungen auch mit anderen Naturliebhabern online zu teilen.

Infos: www.naturkalender.at/regionalprojekte/naturkalender-oberoesterreich


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