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STEINERKIRCHEN. Ein einzigartiges Kunstwerk hat die Freiwillige Feuerwehr Wollsberg nun bei sich hängen - eine besonders edle Feuerwehrfahne wurde zum 130-Jahr-Jubiläum eingeweiht.

Fahnenmutter Birgit Kaiblinger, Sr. Marta Bayer, Johann Pühringer, Georg Rapperstorfer, Johann Scheureder, Jürgen Obermayr, Franz Wolf, Karl Pühringer und Hermann Reisinger (v.l.) freuen sich über die kunstvolle Fahne.

Bereits vor zehn Jahren wurde innerhalb der FF Wollsberg der Wunsch laut, die alt hergebrachte Tradition der Feuerwehrfahne wieder aufleben zu lassen. Anfang 2014 nahm man das Projekt schließlich in Angriff.

„Da wir das große Glück haben, dass das Kloster Steinerkirchen über eine Paramentik-Abteilung verfügt, in der auch prachtvolle Priestergewänder gestickt werden, führte unser Weg zu den Benediktinerinnen“, erklärt Kommandant Jürgen Obermayr. Sämtliche Stickarbeiten wurden von der gelernten Gold-, Silber- und Perlenstickerin Birgit Kaiblinger, einer weltlichen Mitarbeiterin der Paramentik, alle Nacharbeiten und anderen Tätigkeiten vom Kloster durchgeführt. 400 Arbeitsstunden und mehr als ein Jahr später konnte die FF Wollsberg ihre Fahne in Empfang nehmen.

Tatsächlich sind Feuerwehrfahnen hierzulande eher selten, aber die Wollsberger waren von dem Symbol der gegenseitigen Verbundenheit und Kameradschaft begeistert. „Die Fahne ist ein Zeichen der Erinnerung an denkwürdige Ereignisse. Nach gutem altem Brauch werden Jahreszahlen und ein Sinnspruch auf der Fahne verankert, um die Zusammengehörigkeit der eigenen Feuerwehr zu symbolisieren“, erklärt Obermayr. „Die Kosten wurden von sieben Kameraden der FF Wollsberg übernommen, wofür wir uns herzlich bedanken.“

Bei der Feier zum 130-jährigen Bestehen der Wehr fand eine traditionelle Fahnenweihe statt. Auf die Übergabe der Fahne und der Fahnenbänder folgte die Fahnenweihe, der Fahnengruß, auch als Fahnen-Küssen bekannt, und die festliche Defilierung der Feuerwehren mit ihren Fahnen und Ehrendamen.


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