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REICHRAMING. Am Zöbelboden im Hintergebirge betreiben das Umweltbundesamt, die Bundesforste und der Nationalpark Kalkalpen eine der größten Forschungsstationen Österreichs. Die neue Bezirkshauptfrau von Steyr-Land Carmen Breitwieser zeigte bei ihrem Antrittsbesuch bei NP-Direktor Volkhard Maier großes Interesse an der Messstation.

Nationalpark Direktor Volkhard Maier und Bezirkshauptfrau Carmen Breitwieser beim Entleeren der Niederschlagssammler am Zöbelboden. Foto: NP Kalkalpen

Gemeinsam mit Vertretern der Bezirkshauptmannschaften Steyr-Land und Kirchdorf sowie des Tourismusverbandes Steyr und die Nationalparkregion folgte Breitwieser der Einladung zur Besichtigung des 90 Hektar großen Forschungsareals.

Reaktion auf Waldsterben

Thomas Dirnböck vom Umweltbundesamt erläuterte vor Ort die Ziele der ökologischen Langzeitforschung am Zöbelboden. Ausschlaggebend für die Errichtung der Hightech-Anlage Anfang der neunziger Jahre war der saure Regen und das damit verbundene Waldsterben. Mehr als 600 meteorologische und Schadstoff-Parameter werden täglich auf der Messstation Zöbelboden gemessen. Insgesamt liefern über hundert hochspezielle Sensoren im Viertel- bzw. Halbstundentakt umfangreiche Messdaten an das Umweltbundesamt.

Sichtbare Entwicklungen

Dank der neuen, hochauflösenden Technik können auch Ergebnisse und Auswirkungen extremer Wetterereignisse zeitnah erfasst werden. Aus den Beobachtungen im Nationalpark lasse sich ablesen, dass nicht alle Entwicklungen in eine negative Richtung zeigen. So konnte beispielsweise die positive Auswirkung der Einführung des bleifreien Benzins auf die Umwelt verfolgt werden. Bezirkshauptfrau Breitwieser meinte: „Wir können stolz sein, eine Forschungsstation von so hoher internationaler Bedeutung bei uns in der Region zu haben“.


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