Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

REGION STEYR. Im Gegensatz zum Mühlviertel hat es im Ennstal im März und April noch etwas mehr geregnet. Die Frühjahrstrockenheit scheint allerdings auch in unserer Region zur Normalität zu werden.

  1 / 3   Besonders der April war staubtrocken, wie das Bild von Landwirt Jürgen Hutsteiner aus Steyr zeigt. Foto: Hutsteiner

„Bei anhaltender Trockenheit wird es wieder massive Ausfälle beim ersten Grünlandschnitt geben. Gerade der erste Grünlandaufwuchs ist hinsichtlich des Jahresertrages besonders wichtig. Die Wetterprognose verheißt leider keinerlei Entspannung“, beschreibt Oberösterreichs Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer-Weninger die sich verschärfende Situation für die Grünland- und damit auch Rinderwirtschaft in Oberösterreich. Die Daten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik weisen für Oberösterreich seit Jahresbeginn ein Niederschlagsdefizit von 25 bis 40 Prozent aus.

Futter wird knapp

„Unter diesem Aspekt ist es notwendig der drohenden Futterknappheit mit allen Mitteln gegenzusteuern. Die Landwirtschaftskammer fordert daher die möglichst umgehende Freigabe von ökologischen Vorrang- und Biodiversitätsflächen zur Futternutzung. Der Antrag mit den entsprechenden Argumentationen wurde gestellt – wir erwarten und erhoffen eine möglichst frühzeitige Freigabe dieser Flächen zur Linderung der drohenden Futterknappheit“, sagt Langer-Weninger, die auf eine schnelle Entscheidung des zuständigen Bundesministeriums hofft.

Wildtiere leiden

Durch den Wassermangel leiden auch die Wildtiere im Wald an der Trockenheit. Deshalb wurde in Steyr in Zusammenarbeit von Klimafokus, Ortsbauern- und Jägerschaft unter der fachlichen Leitung von Gärtner Julian Halbartschlager binnen zwei Tagen eine professionelle Wassertränke gebaut. Davon profitieren Singvögel, Fasane, Rehe und andere Wildtiere. „Gerade Singvögel werden hoffentlich genug Kraft haben, um den Borkenkäfer zu bekämpfen. Dieser nimmt ja durch die Trockenheit immer mehr zu und zerstört damit unsere Wälder“, sagt Landwirt Jürgen Hutsteiner, der sich wünscht, dass die Aktion in seinem Wald Nachahmer findet.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden