Keine Warteschlangen, günstige Tickets: Freibäder starten in Saison (Update: 27. Mai)

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Mag. Angelika Mitterhauser Mag. Angelika Mitterhauser, Tips Redaktion, 26.05.2020 09:05 Uhr

REGION STEYR. Die hiesigen Freibäder machen sich startklar für eine möglichst krisenfeste Sommersaison 2020. So es das Wetter zulässt, soll es mehrheitlich am 29. Mai losgehen.

So etwa im „Frei.Sicht.Bad“ in Großraming, das mit großer Vorfreude in die neue Saison geht. Dank 7.900 m² Liegewiese seien die Corona-Abstandsregeln problemlos einzuhalten, berichtet Jürgen Leppen: „Das Gesundheitsministerium schreibt 10 m² Liegefläche pro Person vor. Auch die Becken sind groß genug. Im Buffet werden die Tische auseinandergerückt, um den Vorgaben gerecht zu werden.“ Ansonsten bleibe im Freibad mit dem einzigartigen Ausblick alles wie bisher: „Die Einteilung der Liegefläche in Familien-, Aktiv- und Ruhezonen sorgt dafür, dass sich alle wohlfühlen. Für Sportbegeisterte wird es in der Aktivzone Fußballtore und ein Volleyballnetz geben“, so Leppen.

Attraktive Tarife

Ebenfalls für den Saisonauftakt am 29. Mai bereit ist das Garstner Bad. Für die geänderten Rahmenbedingungen wurden neue Tarife geschaffen. „2020 wird es ein 1-2-3-Euro-Ticket geben“, sagt Bürgermeister Anton Silber. Weil eine Eingangskontrolle mit Saisonkarten und Kartenblocks nicht möglich sei und eventuelle Schließtage bei Corona-Infektionen zu Rückforderungen berechtigen, werden nur Tageskarten verkauft. „So vermeiden wir auch Warteschlangen beim Eintritt“, so Silber. Hinsichtlich der beschränkten Besucherzahl habe die Marktgemeinde kein Problem: „Auf der Rasenfläche von mehr als 15.000 m² dürfen nach aktuellem Stand 1.500 Tagesgäste Platz nehmen. 155 Personen dürfen sich zeitgleich etwa im Sportbecken aufhalten“, erklärt Silber. Er hofft, dass die aktuelle Tarifordnung ein attraktives Angebot für die Ferien und einen sozialen Beitrag für alle Generationen darstellt. Details: www.garsten.at/Freibaderoeffnung_am_29_Mai_2020

Kein langes Anstehen

Entspannt der Saison entgegenblickt auch die Steyrer Schwimmschule, wo es ebenso am 29. Mai losgehen kann: „Die Änderungen der Bäderhygiene-Verordnung beeinflussen den regulären Betrieb kaum. Details zu den Sicherheitsregeln können bei uns vor Ort nachgelesen werden“, sagt Bademeister René Kaiser. Mit Wartezeiten am Eingang rechnet er nicht bis kaum. „Wir haben genügend Liegefläche für gut 800 Badegäste. Das bedeutet annähernd Volllast.“

Ebenfalls mit 29. Mai plant das Freibad Sierning seine Pforten aufzusperren. Später beginnt die Saison für das Ternberger Freibad. „Wir werden mit 1. Juli öffnen, unter Einhaltung der vom Bundesministerium übermittelten Richtlinien. Die Preise und Öffnungszeiten (9–19 Uhr) bleiben gleich“, informiert die Gemeinde. Wenn es das Wetter und die Corona-Situation zulassen, soll das Bad bis Mitte September offen bleiben.

Verschönertes Waldbad

Wolferner Badefans müssen sich bis zum feuchtfröhlichen Vergnügen nur noch bis voraussichtlich Mitte Juni gedulden. Derzeit wird das Waldbad baulich saniert und das Angebot erweitert – um einen Miniwasserpark, einen Bewegungsparcours und zusätzliche Liegefläche. Infos zur Eröffnung: www.wolfern.at

Rücksicht wichtig

(UPDATE): Doch fixiert ist nun auch der Saisonstart im Steyrer Stadtbad mit 29. Mai. Nötige Einschränkungen sehen hier unter anderem vor, dass sich maximal 800 Personen gleichzeitig auf dem Freibad-Gelände aufhalten dürfen. Mund-Nasen-Schutz ist nur in den WC-Anlagen und Kabinen Pflicht. Die Sauna bleibt vorerst zu. Die Anlagen werden mehrmals täglich gereinigt und desinfiziert. 

Auch im Wasser gibt es Einschränkungen: Unter anderem sollten im Sportbecken nicht mehr als 140 Personen gleichzeitig schwimmen.  Attraktionen wie Rutschen und Sprungturm werden abwechselnd geöffnet. Dazu Peter Hochgatterer, Geschäftsführer der Stadtbetriebe: „Unsere Bademeister werden die Abläufe regeln und kontrollieren, wir appellieren aber trotzdem an unsere Besucher, Abstand zu halten und Menschenansammlungen zu vermeiden.“

Für den Ausnahmesommer wurden alle Eintrittspreise im Vergleich zum Vorjahr auf gerade Beträge abgerundet, um lange Verweilzeiten an der Kassa zu vermeiden. Saisonkarten behalten den üblichen Preis, haben jedoch den Vorteil, dass der Eintritt trotz Beschränkung garantiert ist. Vizebürgermeister Wilhelm Hauser rät Stadtbad-Gästen: „Kaufen Sie sich gleich mehrere Tageskarten oder einen Zehner-Block, dann können Sie Kontakte und Wartezeiten an der Kassa vermeiden. Diese Karten sind zwei Jahre lang gültig.“ Zeitkarten werden heuer nicht angeboten.

Das Stadtbad öffnet den ganzen Sommer ab einer Außentemperatur von über 18° Celsius. Die Homepage www.stadtbetriebe.at informiert über die Tarife, ob das Bad offen ist und ob der Eintritt wegen Auslastung nicht mehr möglich ist. In letzterem Fall wird gebeten, nicht vor dem Bad auf Einlass zu warten. Die Öffnungszeiten oder Sperren findet man auch beim Eingang und Bad-Parkplatz an der Seitenstettner Straße.

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