Glatte Fahrbahn: Zahlreiche Pkw-Bergungen im Ennstal
STEYR-LAND. Die winterlichen Fahrverhältnisse sorgten in Weyer, Maria Neustift und Gaflenz binnen 24 Stunden für mehrere Einsätze der Feuerwehren.

Rund hundert Einsatzkräfte waren insgesamt ca. sechs Stunden mit der Bergung von Fahrzeugen befasst.
In Weyer durchbrach ein Pkw in Küpfern ein Geländer und blieb über einer 70 Meter hohen Böschung hängen. Zum Glück - sonst wäre der Kleinbus die steile Böschung zur Enns abgestürzt. Das Fahrzeug wurde von der Weyrer Feuerwehr mittels Seilwinde zurückgezogen und sicher abgestellt. Verletzt wurde niemand.
Unfalllenker lösten nicht Alarm aus
Die Kameraden aus Weyer rückten anschließend zur Unterstützung der FF Gaflenz aus. Ein Auto war neben der B121 Richtung Weyer (Sägewerk Huber) in Schräglage geraten. Mittels Sirene erfolgte die Alarmierung zum vermeintlichen Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person. Beim Eintreffen standen der Lenker und Beifahrer neben dem Fahrzeug und gaben an, keine Feuerwehr alarmiert zu haben. Eine weitere Recherche ergab jedoch, dass sich die Kameraden definitiv am richtigen Einsatzort befanden.
Der Wagen wurde mittels Muskelkraft aus dem Straßengraben geschoben und konnte danach die Fahrt fortsetzten. Die Freiwilligen Feuerwehren Gaflenz, Lindau-Neudorf und Weyer waren mit acht Fahrzeugen und rund 60 Einsatzkräften etwa eine Stunde im Einsatz.
Appell der Einsatzkräfte
Anderen zu helfen, indem man den Notruf wählt, ist vorbildlich und lobenswert. Es wird aber ersucht, an der Einsatzstelle entsprechend gesichert anzuhalten, die Lage zu erkunden und die Feuerwehr am Notruf möglichst genau über das vorgefundene Schadensbild zu informieren. Dadurch ist es dem Kameraden am Telefon möglich, sehr zielgerichtet Einsatzkräfte zu alarmieren. „Bleiben Sie bitte bis zum Eintreffen der ersten Einsatzkräfte vor Ort, sichern Sie die Unfallstelle mit den vorhandenen Mitteln ab und weisen Sie die Einsatzkräfte kurz ein“, ersucht Kommandant Christoph Hochpöchler von der FF Gaflenz. Diesmal sei das Aufgebot glücklicherweise nur 'zu groß' gewesen. „Viel schlimmer wäre es gewesen, wenn durch die Angaben beim Notruf zu wenig Kräfte entsendet worden wären“, so Hochpöchler.
Maria Neustift: Fahrzeug überschlagen
In Maria Neustift musste in der Nähe des Güterweges Lurnwiese ein Wagen geborgen werden, der bei glatter Schneefahrbahn von der Straße abgekommen war und sich überschlagen hatte. Die Einsatzstelle wurde von den Kameraden abgesichert und das Fahrzeug mithilfe der Seilwinde des Tanklöschfahrzeuges geborgen. Ein Abschleppdienst übernahm den Abtransport des Unfallfahrzeuges.


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