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STEYR. „Wieso wurden wir beim Pflegebonus vergessen?“, fragen sich Gipser, OP-Assistenten, Abteilungshelfer, Hebammen und Patiententransport-Mitarbeiter am Pyhrn-Eisenwurzen-Klinikum in Steyr.

Pflegebonus für alle Mitarbeiter, fordern Beschäftigte im PEK Steyr. (Foto: privat)
Pflegebonus für alle Mitarbeiter, fordern Beschäftigte im PEK Steyr. (Foto: privat)

Gesundheitsminister Rauch versprach ein durchschnittliches Monatsgehalt für die Pflege, dass spätestens bis Jahresende überwiesen wird. Warum etliche Berufsgruppen nicht dabei sind, stößt bei Betriebsrat und Belegschaft im Pyhrn-Eisenwurzen-Klinikum auf Unverständnis. „Gipsassistenten, OP-Assistenten, Abteilungshelfer, Hebammen, oder Patiententransport. All diese Berufsgruppen sind wesentliche Säulen in der täglichen Arbeit. Dessen ist sich die Politik offenbar nicht bewusst. Auf sie alle wurde schlichtweg vergessen, denn sie bekommen keinen Pflegebonus ausbezahlt. Obwohl sie alle aber der Pflege angehören, unterstellt sind und Pflegetätigkeiten verrichten“, sagen der Betriebsratsvorsitzende Reinhard Kloiber und sein Stellvertreter Christoph Hintersteiner. „Wir fordern die zuständigen Entscheidungsträger auf, egal ob Land oder Bund, den Pflegebonus auch an die vergessenen Berufsgruppen auszuzahlen.“

Aufgaben werden mehr

Gerade aber die Assistenzberufe seien es, die in den nächsten Monaten und Jahren an Bedeutung gewinnen werden. „Denn sie werden in Zukunft noch mehr Tätigkeiten vom Diplomierten Pflegepersonal übernehmen müssen, wenn dieses nicht mehr adäquat nachbesetzt werden kann“, so die Betriebsräte. Ein bezeichnendes Beispiel für die unfaire Behandlung sei die Situation des Patiententransportes. Um Patienten zu Untersuchungen zu fahren, laufen die Kollegen täglich bis zu 20 Kilometer. Sie bekommen hierfür jedoch keine Arbeitsschuhe zur Verfügung gestellt. Der Grund: Der Patiententransport ist Teil der Pflege und hat somit kein Recht auf Arbeitsschuhe. „Geht es nun jedoch um den Pflegebonus, sind die Kollegen im Transportdienst nicht mehr Teil der Pflege und erhalten keinen Bonus. Für uns ist das völlig unverständlich“, so Kloiber und Hintersteiner.

 


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