Strahlender Sonnenschein lockte tausende Gäste zum Adlwanger Kirtag
ADLWANG. Das rege Kirtagstreiben im Wallfahrtsort wird am 7. und 8. sowie am 14. und 15. Oktober fortgesetzt.

Im Ortszentrum, auf der Festwiese und in der Bürgerhalle, wo der Kirtag über die Bühne geht, kommen die Feierlustigen voll auf ihre Rechnung. Wer hoch hinaus will, dem ist eine Fahrt im Karussell oder Riesenrad empfohlen. Von den fliegenden Hochsitzen aus hat man den perfekten Überblick über das Fest, wo im großen Festzelt Blasmusikkapellen aufspielen. Auch die Gastronomie ist stark vertreten und bietet Schmankerl für das leibliche Wohl.
Beim Heiligen Brunnen, der sich in einer Kapelle unmittelbar hinter dem Gasthaus Zeilinger befindet, finden sich Pilger zur Augenwäsche ein. Schon in der Keltenzeit soll die heilende Wirkung des Wassers entdeckt worden sein.
Über die Entstehung der „Goldenen Samstagnächte“ in Adlwang, die tief im Religiösen wurzeln, gibt es zwei Sagen. Die erste erzählt: An einem Samstag zur Zeit des Grummet-Mähens war einer der Arbeiter nach dem Glockenzeichen nicht mehr zu bewegen, seine Arbeit fortzusetzen, weil er zu Ehren Marias beten wollte. Als der Mann am Montag wieder zur Arbeit kam, fand er auf der Wiese ein Goldstück, das als Belohnung der Gottesmutter für den frommen Mann angesehen und zur Veranlassung wurde, die Samstage zur herbstlichen Zeit die „Goldenen“ zu nennen und der Verehrung der Gottesmutter zu widmen.
Die zweite Mär besagt, dass an einem Samstag ein Priester auf einem Versehgang mit dem Allerheiligsten an einer Wiese vorbeikam, auf der zwei Arbeiter mähten. Einer setzte seine Arbeit fort, der zweite begleitete den Priester. Als dieser zurückkam, fand er auf dem Feld einen goldenen Pfenning zum Lohn für seine Andacht.


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