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Online Redaktion, 19.02.2024 08:03

STEYR. Bei einem ersten Klimawettbewerb für Schüler und Lehrlinge im Museum Arbeitswelt beeindruckten rund 100 junge Menschen mit ihren Überlegungen, wie die Region Steyr besser auf ihren Lebensraum achten kann.

(Foto: Kainrath)
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Klimawettbewerbe mit dem Titel Global Goals Design Jam gibt es weltweit. Die Idee, eine Steyrer Version zu organisieren, kam bei einer Nachhaltigkeitsrunde der Zukunftsregion Steyr auf und wurde jetzt mithilfe zahlreicher Partner und Sponsoren umgesetzt. Sechs Experten begleiteten Schüler und Lehrlinge durch einen Denkprozess, ausgehend von der Frage: „Wie könnte unser Beitrag - als Jugendliche und junge Menschen - zu einer klimaneutralen Stadt Steyr aussehen?“.

Schüler und Lehrlinge zusammen

Schüler der Steyrer Gymnasien Michaelerplatz und Werndlpark, der HTL, der Handelsakademie, der Bafep und der HLW Steyr sowie Lehrlinge von SKF, Steyr Automotive, Kappa Filter Systems und Weber Hydraulik bildeten Teams mit je einer Person aus jeder Schule und einem Lehrling. Aaron Pranzl von Weber Hydraulik fand das gut: „Ich finde es super, dass Lehrling und Schüler zusammenarbeiten, das gibt es sonst nirgends. Meist reden wir nur über die anderen, wie wer ist und beurteilen und so kann man sich direkt austauschen und schauen, wo man Differenzen hat und wo nicht.“

Die Gruppen befassten sich intensiv mit Klimaneutralität, Trends und Entwicklungen, interviewten Menschen in Schulen, Einrichtungen und auf der Straße. Auch ein Erwachsenenteam ging motiviert ans Werk. Mit dabei Christian Pühringer, Ausbildungsmeister bei Steyr Automotive, er meinte:“ Es war für mich sehr interessant, die Denkweisen in den verschiedenen Altersgruppen zu erkennen und auch zu erfahren, welche Ideen die Jugendlichen schon haben. Es wurden Sachen angesprochen, mit denen wir nicht gerechnet hätten.“

Mehr Bewusstsein schaffen

Im Anschluss an die Interviews definierten die Gruppen vorhandene Probleme und entwickelten Lösungsansätze, die dann in einem Modell mithilfe von Bauklötzen etc. dargestellt wurden. Den ersten Platz gewann das Team „Waldgrün“ für seine Idee, das Klima-Bewusstsein in Steyr voranzutreiben. Ausgehend von dem Umstand, dass älteren Menschen oft Informationen verwehrt bleiben, solle Wissen verbreitet werden, um klimabewusster handeln zu können. „Uns ist wichtig, dass die Menschen besser informiert sind“, erklärte Dean Silviu Mitco (HTL Steyr) vom Gewinnerteam.

Nachhaltige App für Mini-Jobs und Verkehrsring

Fast punktegleich von der Expertenjury und dem Publikum bewertet wurde das Team mit der Idee „Ecoscore“: einer App für umweltfreundliche Mini-Jobs, mit denen man Klimapunkte sammeln und diese regional und umweltbewusst einlösen kann. Ein weiteres Team gewann mit seiner Idee eines Verkehrsringes rund um die Steyrer Innenstadt, der einen besseren Zugang zu den Öffis und zu Leih-Fahrzeugen wie E-Scooter und Rädern ermöglichen könnte. Innerhalb des Rings herrsche Fahrverbot für privaten Verkehr, Radfahrer und Fußgänger könnten sich hingegen frei bewegen.

Schüler Tobias Klein von der Hak Steyr meinte: „Ich finde es so cool, dass man die Chance hat, bei so einem Event mitzumachen. Es ist wichtig, dass wir etwas dazu beitragen, dass es besser wird und unsere Ziele durchsetzen.“

Expertin Edith Gruber von Finetelligence zeigte sich ebenfalls begeistert: „Ich glaube, dass die Jugend wirklich sieht, wo etwas fehlt und wo man etwas tun muss.“

Alle Ideen und Fotos: www.zukunftsregion-steyr.at


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