Ennstaler Schüler lernten, wie man Leben rettet
TERNBERG. In Österreich erleiden jährlich rund 10.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen Atem-Kreislauf-Stillstand. Nur jeder Zehnte überlebt. Viele Menschenleben könnten aber gerettet werden, wenn die Erste Hilfe sofort einsetzt.

Mit dem Projekt „Schüler retten Leben“ vermittelt das Jugendrotkreuz seit vielen Jahren ab der fünften Schulstufe Wissen und praktisches Know-how zum Thema Wiederbelebung. Im Oktober gab es in der Region zahlreiche Trainings in den Schulen, unter anderem in der MS Ternberg.
Wenn sich Menschen bereits in jungen Jahren Kompetenzen in Sachen Wiederbelebung aneignen, verbessert das die allgemeine Wiederbelebungsrate. In den USA, Kanada und Skandinavien ist Wiederbelebung fixer Teil im Lehrplan an Grundschulen. Dort liegt die allgemeine Wiederbelebungsrate bei 40 bis 70 Prozent, in Österreich jedoch nur bei 10 bis 20 Prozent.
„Langfristig muss Wiederbelebung Teil des Schulunterrichts werden“, appelliert Rotkreuz-Bezirksstellenleiterin Barbara Spöck. Die Wiederbelebung von Menschen nimmt eine Sonderstellung im Rahmen der Ersten Hilfe ein. Deshalb soll sie aus der allgemeinen Ersthelfer-Ausbildung im Kindesalter herausgenommen und eigenständig vermittelt werden.


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